Sortiert nach dem Ablauf einer Reise: was vorher zu klären ist, was
bei der Ankunft zählt, und was vor Ort anders läuft als zu Hause.
Geschäftlich sortiert um und blendet nichts aus.
Lohnt sich die Reise?Sicherheit, Wetter, Kosten
Wie ist die Sicherheitslage?
Hinweise des Auswärtigen Amts
Stufe 0 von 3Reisewarnung
Reisen uneingeschränkt möglich, keine Hinweise des Auswärtigen Amts.
Tonga liegt in einer seismisch aktiven Zone mit Erdbeben- und Vulkanrisiko. Von November bis April herrscht Wirbelsturmsaison mit Zyklonen, Überschwemmungen und Erdrutschen. Die innenpolitische Lage ist derzeit ruhig, aber bei Demonstrationen können gewaltsame Auseinandersetzungen nicht ausgeschlossen werden. Kleinkriminalität wie Taschendiebstähle kommen vor, auch einzelne Gewalttaten sind möglich.
StandDas Amt hat die Seite am 22. April 2026 zuletzt geändert
Am wärmsten ist es im Januar mit im Mittel 30 °C, am kühlsten im August mit 25 °C. Am meisten regnet es Dezember bis Mai. Das Meer bleibt das ganze Jahr über 22 °C warm.
Temperaturnachts bis tagsüber · 15 bis 30 °C
302330243023292227212620261925182619272028212922
Regentage0 bis 16 im Monat
151614101099888910
Meerwasser24 bis 28 °C
282828272626252424252627
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Beste Reisezeitgefüllt: gute Monate hier · kräftiger: besser
Städte
Natur
Baden
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Gemessen an der Wetterstation Fua Amotu Tonga, 12 km entfernt.
Alle Zahlen für Nuku‘alofa
Klima-Normalwerte für Nuku‘alofa, Mittel aus zehn Jahren (2015 bis 2024), gemessen an der Wetterstation FUA AMOTU TONGA
Monat
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Tag °C
30
30
30
29
27
26
26
25
26
27
28
29
Nacht °C
23
24
23
22
21
20
19
18
19
20
21
22
Wasser °C
28
28
28
27
26
26
25
24
24
25
26
27
Regentage
15
16
14
10
10
9
9
8
8
8
9
10
Bewölkung %
71
71
74
66
70
69
63
70
69
71
66
68
Luftfeuchte %
83
82
82
79
79
78
78
78
79
80
81
81
Mittelwerte aus zehn Jahren (2015–2024), nicht die Vorhersage. Quellen: NOAA (Stationsmessungen) · NASA POWER · NOAA OISST (Wassertemperatur)
Vor dem AbflugWas Wochen vorher erledigt sein will
Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise und den Aufenthalt von bis zu 90 Tagen pro Halbjahr kein Visum, müssen aber ein Rück- oder Weiterflugticket sowie etwaige Visa für das nächste Zielland besitzen und bei Ankunft ausreichende finanzielle Mittel nachweisen können.
GeschäftlichMit dem Besuchervisum sind Arbeit, ein eigenes Geschäft und der Besuch einer Bildungseinrichtung verboten. Ein Arbeitsvisum beantragt man vor der Reise; im Land lässt sich das Besuchervisum dafür in der Regel nicht umwandeln.
BedingungenRück-/Weiterreiseticket, Geldnachweis
Auswärtiges Amt
Passt mein Stecker?
Adapter nötig
Typ I
Spannung240 V, wie zu Hause
Steckertypen aus Wikidata
Welche Impfungen braucht man?
Pflicht nur je nach Anreiseweg
VorgeschriebenGelbfieber-Nachweis bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet
EmpfohlenStandardimpfungen nach dem deutschen Impfkalender, besonders gegen Masern · Hepatitis A · bei langem Aufenthalt oder besonderem Risiko auch Hepatitis B, Typhus und Dengue-Fieber
Die übliche Empfehlung, keine ärztliche. Was für Sie gilt, klärt eine reisemedizinische Beratung.
Was gehört ins Gepäck?
Steckdosenadapter Typ IDer deutsche Stecker passt hier nicht.
Bargeld in kleinen ScheinenMärkte, kleine Läden, Busse und die meisten Autovermieter nehmen nur Bargeld, und Geldautomaten stehen fast nur in Nukuʻalofa und Neiafu.
Versicherung mit RücktransportDie Krankenhäuser leisten nur eine Grundversorgung; wer ernster erkrankt, muss ausgeflogen werden. Ohne Versicherung zahlt man das selbst.
4 weitere
Kleidung, die Schultern und Knie bedecktFür Ort, Dorf und Kirche empfiehlt die Tourismusbehörde Männern Hemd oder T-Shirt und Frauen Kleidung von den Schultern bis unter die Knie. Im Gottesdienst nimmt man den Hut ab.
Mückenschutz für tagsüberDengue-, Chikungunya- und Zika-Viren übertragen hier Mücken, die am Tag stechen — Schutz am Abend allein reicht nicht.
BadeschuheAn den Stränden liegen scharfe Korallenstücke. Schnitte davon entzünden sich leicht und müssen sofort desinfiziert werden.
PowerbankEin durchgehendes Stromnetz gibt es nur auf Tongatapu, Vavaʻu und Haʻapai. Auf den anderen Inseln liefern Dieselgeneratoren oder Solaranlagen den Strom, und er fällt öfter aus.
Die ersten StundenGeld, Netz, Fortbewegung
Wie bezahlt man?
Bargeld · Karte
Karten nehmen vor allem Hotels und Ferienanlagen. Märkte, kleine Läden und die meisten Autovermieter nehmen nur Bargeld.
1 €→2,74 TOP
10 TOP→3,65 €
Tageskurs, gerundet · open.er-api.com
TrinkgeldNicht üblich
Trinkgeld ist nicht üblich, wird aber angenommen. Bei den Folkloreshows für Besucher fragen die Tänzerinnen einzeln danach — dafür braucht man viele kleine Scheine.
Als ReisenderMit einer ausländischen Bankkarte kommt man nur an den Automaten der Banken ANZ und BSP an Bargeld.
Abheben und Handeln
Geld abhebenGeldautomaten stehen vor allem in Nukuʻalofa auf Tongatapu und in Neiafu auf Vavaʻu.
Auf den äußeren Inseln gibt es kaum welche: Vorher genug abheben.
Handy, Netz und Apps: Was braucht man?
Praktisch
Organic MapsKarte fürs Handy, die ohne Netz funktioniert — außerhalb von Nukuʻalofa gibt es kaum Wegweiser, und das Mobilfunknetz reicht nicht überall hin
SIM-Karten verkaufen Digicel und die Tonga Communications Corporation, auch am Flughafen. Beim Kauf legt man den Reisepass vor.
Mobilfunknetzin Städten gut
Wie kommt man herum?
Busse fahren ohne Fahrplan und ohne Haltestellen: Man winkt sie heran und zahlt beim Aussteigen. Sonntags fahren weder Busse noch Taxis noch Inlandsflüge. Von November bis April ist Wirbelsturmsaison: Unwetter bringen dann Überschwemmungen und ausfallende Flüge.
LinksverkehrBeim Überqueren zuerst nach rechts schauen.
Bezahlen unterwegsFür Bus, Taxi und Mietwagen braucht man Bargeld — die meisten Autovermieter nehmen nichts anderes. Taxipreise handelt man vor der Fahrt aus.
FührerscheinGegen Vorlage eines nationalen Führerscheins und des Reisepasses kann vor Ort von der Verkehrspolizei in Nuku’alofa eine befristete Fahrerlaubnis erworben werden.
Roller und MotorradFür Roller und Motorrad muss der eigene Führerschein Zweiräder einschließen: Die Besuchererlaubnis gilt nur für die Fahrzeugarten, die er abdeckt. Helm ist Pflicht.
In der PraxisDie Besucher-Fahrerlaubnis bekommt man bei der Polizeizentrale in Nukuʻalofa — oder gleich beim Autovermieter. Erlaubt sind 50 km/h im Ort und 70 km/h dazwischen; die Verkehrspolizei schreibt zu schnelles Fahren sofort auf.
Was fährt
Lulutai Airlines, 2020 gegründeter Staatsbetrieb, verfügt 2024 über zwei kleine Maschinen, je nach Typ ist das Freigepäck auf 15 oder 23 kg beschränkt. Flugzeiten operieren nach Tonga time: Die Luftfahrtkontrolle übernimmt Neuseeland.
SchriftDas Zeichen ʻ in Nukuʻalofa ist ein eigener Buchstabe: ein Kehlkopfverschluss wie in „beachten“.
Wer es weglässt, schreibt ein anderes Wort.
EnglischWeit verbreitet
Wer eine Frage nicht versteht oder nicht sicher beantworten kann, antwortet oft trotzdem mit „Ja“. Besser offen fragen als mit Ja oder Nein.
8 Wörter, die weiterhelfen
Guten TagMalo e lelei
BitteFakamolemole
DankeMalō
JaʻIo
NeinʻIkai
Wie geht's?Fefe hake?
Tschüss, wenn der andere gehtʻAlu ā
Tschüss, wenn man selbst gehtNofo ā
Wer unsicher ist, zeigt das Wort — am Taxifenster oder am Schalter.
Worauf muss man achten?
Am Sonntag nicht schwimmen und keine Musik aufdrehenIn Dörfern und an öffentlichen Stränden fällt das unangenehm auf. In den Ferienanlagen auf den Inseln gilt das nicht.
Den Kopf tiefer halten als RanghöhereWer an einem Sitzenden oder an einem Ranghöheren vorbeigeht, geht leicht gebückt und lieber hinter ihm herum.
Beim Zuhören den Blick senkenGegenüber Älteren und Ranghöheren senkt man die Augen. Das ist Respekt, nicht Desinteresse.
Für LGBTIQ-ReisendeHomosexuelle Handlungen sind zwar strafbar, es sind jedoch keine Fälle bekannt, bei denen es zu einer strafrechtlichen Verfolgung gekommen ist.
5 weitere Regeln
Leise sprechen und Abstand haltenLautes Auftreten fällt unangenehm auf. Umarmungen und Küsse in der Öffentlichkeit sind unüblich, der Handschlag zur Begrüßung nicht.
Einen Gegenstand des Gastgebers nicht zu sehr lobenSonst fühlt er sich verpflichtet, ihn herzuschenken. Eine kurze Dankesrede beim Gehen ist dagegen erwünscht.
Auf der Matte richtig sitzenMänner sitzen im Schneidersitz, Frauen mit beiden Beinen zur Seite. Ältere und Ranghöhere sitzen in der Mitte, Jüngere außen.
Auf der Fähre eine eigene Rettungsweste dabeihabenDie Fähren zwischen den Inseln halten die üblichen Sicherheitsvorschriften nicht ein und sind oft überladen.
Vor dem Schwimmen jemanden vor Ort fragenDie Gezeiten erzeugen in den Lagunen starke Strömungen, und an beliebten Stränden sind schon Menschen ums Leben gekommen.
Auswärtiges Amt
Was ist verboten?
Am Sonntag arbeiten, einkaufen oder Sport treibenDas Gesetz verbietet sonntags Handel, Bau-, Garten- und Feldarbeit, unnötigen Lärm sowie Spiel, Sport, Tanz und Angeln. Es drohen bis zu 100 Paʻanga Geldstrafe oder bis zu sechs Monate Haft. Offen bleiben Restaurants, Bars und Ferienanlagen.
Ohne Oberteil durch einen Ort gehenWer sich innerhalb der Ortsgrenzen ohne Oberbekleidung auf einem öffentlichen Weg zeigt, begeht eine Straftat und darf ohne Haftbefehl festgenommen werden. Badekleidung gehört an den Strand und ins Schwimmbad, ein T-Shirt in den Ort.
Ohne lizenzierten Anbieter zu den Walen ins WasserIns Wasser darf man nur vom Boot eines lizenzierten Anbieters, höchstens vier Gäste und ein Führer zugleich, und nicht näher als fünf Meter an den Wal. Schon beim ersten Verstoß drohen Geldstrafe und bis zu 18 Monate Haft.
Verbindlich ist allein die Auskunft der zuständigen Vertretung.
7 weitere
Mit dem eigenen Boot näher als 300 Meter an einen WalFür Boote ohne Lizenz gilt ein Mindestabstand von 300 Metern, für Jetskis 2000 Meter. Wer mit Wasserfahrzeugen zu den Walen will, bucht einen lizenzierten Anbieter.
Alkohol auf der Straße trinkenAlkohol darf man nur in Bars und Restaurants trinken. Wer an einem öffentlichen Ort betrunken angetroffen wird, darf ohne Haftbefehl festgenommen werden; das Gesetz droht mit bis zu 1000 Paʻanga Geldstrafe.
Die Drohne einfach startenDrohnen muss man vor dem ersten Flug bei der tongaischen Luftfahrtbehörde anmelden. Am Sonntag dürfen sie gar nicht fliegen, und die Privatsphäre anderer Leute ist zu achten.
Lebensmittel und Pflanzliches nicht anmeldenAuf dem Zollformular gibt man bei der Einreise alles an, was aus Pflanzen oder Tieren stammt, Lebensmittel eingeschlossen. Dasselbe gilt für persönliche Wertsachen ab 500 Paʻanga.
Bargeld ab 10.000 Paʻanga nicht erklärenDie tongaische Zollbehörde führt Bargeld ab 10.000 Paʻanga als beschränkte Einfuhr und verlangt eine Erklärung auf dem Zollformular. Das Auswärtige Amt schreibt dagegen, die Einfuhr von Devisen sei unbeschränkt.
Am Steuer das Handy halten oder den Gurt weglassenSchon das Halten in einer Hand ist eine Straftat, es drohen bis zu 500 Paʻanga. Anschnallen müssen sich Fahrer und Beifahrer vorn — auch wenn das Auto gar keine Gurte hat, gilt das Fehlen nicht als Entschuldigung.
Geflochtenes Kunsthandwerk ohne Bescheinigung ausführenMatten, Tapa und anderes Pflanzliches brauchen für die Ausfuhr eine Bescheinigung des Quarantäneamtes; in jeder Inselgruppe gibt es eines. Mitbringen: Kassenzettel, Reisepass und Plastiktüten.
Wo darf man rauchen?
In öffentlichen Räumen verboten
Rauchen ist verboten in Büros, Läden, Restaurants, Bars, Kirchen, Krankenhäusern, Bussen, im Flughafengebäude und auf Schulgeländen. Dasselbe gilt überall dort, wo „Kava“ ausgeschenkt wird, der beruhigende Aufguss aus einer Pfefferwurzel. Andere Orte nennt das Gesetz nicht.
E-ZigarettenFür E-Zigaretten gibt es in Tonga kein eigenes Gesetz, auch keines zur Einfuhr für den eigenen Bedarf. Vor dem Flug bei der Fluggesellschaft nachfragen, ob sie mitdürfen.
VerbreitungEtwa drei von zehn Erwachsenen rauchen: unter Männern fast jeder zweite, unter Frauen etwa jede sechste.
BußgeldWer an einem dieser Orte raucht, dem drohen bis zu 500 Paʻanga Geldstrafe.
Worüber spricht man?
Gute Themen
Rugby — der Nationalsport
Familie, Herkunftsdorf und wie es einem geht
Kirche und der Gesang im Gottesdienst
Besser nicht
Kritik am König und an der königlichen Familie
Klatsch über Abwesende
Gesten, Humor, Abstand
GestenHochgezogene Augenbrauen heißen „ja“.
Ein kurzes Heben statt einer Antwort ist Zustimmung, kein Erstaunen.
Körperlicher AbstandMan hält etwa eine Armlänge Abstand.
Beim Reden berührt man einander nicht, außer unter engen Freunden desselben Geschlechts.
Wie isst und trinkt man?
Nichts zu essen mitbringenWer zu einer Einladung eine Schüssel mitbringt, kränkt die Gastgeber: Es sieht aus, als hätten sie zu wenig gekocht.
Vor dem Essen wird gebetetin fast jedem Haushalt und bei jeder Mahlzeit; gesprochen wird beim Essen wenig
Höflich ablehnen
EssenWas Gastgeber beim Abschied überreichen — Essen, Obst, Kunsthandwerk oder ein Tapa-Tuch —, nimmt man an. Abzulehnen gilt als schwere Kränkung.
LeitungswasserLeitungswasser nicht trinken.
Wasser aus verschlossenen Flaschen nehmen, auch zum Zähneputzen.
Alkohol, vegetarisch, weitere Regeln
Im Sitzen essen und trinkenIm Stehen zu essen oder zu trinken gilt als schlechtes Benehmen. Gegessen wird meist auf geflochtenen Matten am Boden, oft mit den Fingern.
Gleich alles auf einmal nehmenNachzunehmen gilt als unhöflich — man nimmt sich also am Anfang so viel, wie man essen will.
Schuhe ausziehenvor dem Betreten eines Hauses und bevor man sich auf eine Bodenmatte setzt
AlkoholNur in Bars und Restaurants, nicht auf der Straße.
Samstags um Mitternacht ist Schluss, weil der Sonntag Ruhetag ist.
Was ist gesundheitlich zu beachten?
Dengue-Fieber, ein Fieber mit starken Gliederschmerzenlandesweit durch Mücken, die tagsüber stechen; gemeldet auf Tongatapu, Vavaʻu und ʻEua
Chikungunya-Fieber, ein Fieber mit langen Gelenkschmerzenlandesweit, übertragen von denselben Mücken, die tagsüber stechen
Zika-Viren, in der Schwangerschaft gefährlich fürs Kindlandesweit durch Mücken, die tagsüber stechen
Versorgung und Apotheke
Sonnen- und Mückenschutz braucht man ganztägig. Tagaktive Schnaken übertragen Chikungunya- und Dengue-Fieber nämlich auch. Lepra und Trichinose wurden nach 2000 ausgerottet. Die schwere Fischvergiftung Ciguatera kann man beim Essen von in der Lagune lebenden Raubfischen bekommen. Zwar ist sie für Erwachsene nicht tödlich, man muss aber mit vier Tagen Durchfällen und einem bis zweiwöchigen Erholungsprozess rechnen. Außer einem giftigen Hundertfüßler existieren auf den Inseln auch keine gefährlichen Tiere.
Bisse streunender Hundeim ganzen Land: Freilaufende, teils aggressive Hunde gehören zum Straßenbild
Schnitte an scharfen Korallenan fast jedem Strand und Riff; solche Wunden entzünden sich leicht
Medizinische VersorgungKrankenhäuser stehen in Nukuʻalofa, auf Haʻapai und auf Vavaʻu, einfach ausgestattet.
Ernstere Fälle werden ausgeflogen, eine Druckkammer für Taucher fehlt.
KrankenversicherungDie gesetzliche Krankenkasse zahlt hier nichts — ohne Auslandskrankenversicherung trägt man jede Behandlung selbst.
Vor der Sache kommt das Gespräch über Herkunft, Familie und wie es dem anderen geht. Entscheidungen brauchen mehrere Termine; wer drängt, verliert Zeit, statt sie zu sparen.
So klingt ein NeinEin klares „nicht machen“ sagt man nicht; stattdessen heißt es, man werde „daran arbeiten“ oder „es versuchen“. Und auf eine Ja-Nein-Frage kommt oft ein freundliches „Ja“ — besser offen fragen.
HierarchieÄltere und Ranghöhere sprechen zuerst, und ihre Meinung wiegt im Raum am schwersten.
Unangenehmes sagt man unter vier Augen, nicht vor der Runde.
KommunikationIndirekt Ablehnung kommt als Zögern oder Ausweichen — ein „schwierig" ist ein Nein.
Rahmen und Verhandlung
ArbeitswocheMo–Fr; Büros 9–16.30 Uhr, Banken bis 15.30 Uhr, Läden bis 17 Uhr; Sa nur vormittags, So gar nicht
PünktlichkeitVereinbarte Zeiten und Öffnungszeiten werden nicht immer eingehalten.
Umgekehrt steht der Gegenüber auch mal ohne Termin vor der Tür.
KleidungLange Hose für Männer, langer Rock für Frauen, dazu ein Hemd mit Kragen, das Schultern und Brust bedeckt.
Wie spricht man sich an?
Beim ersten Treffen Titel und Nachname, danach der Vorname. Wer den Titel nicht kennt, sagt „Tangataʻeiki“ (Herr), „Fineʻeiki“ (Frau) oder „Taʻahine“ (Fräulein).
BegrüßungEin langer Händedruck.
Förmlich legt man die rechte Wange an die rechte Wange des anderen und atmet einmal tief ein; das heißt „feʻiloaki“ (begrüßen).
Was zählt beim Geschäftsessen?
Abends trifft man sich zur Kava-Runde („faikava“): Männer sitzen im Kreis und trinken einen beruhigenden Aufguss aus einer Pfefferwurzel. Dort fallen wichtige Entscheidungen.
SitzordnungDer Gastgeber weist den Platz zu, meist in der Mitte von Tisch oder Matte, damit der Gast mit allen reden kann.
Wer beginntDer Gast wird zuerst bedient und gibt das Tempo vor: Niemand fängt vor ihm an, und niemand hört vor ihm auf.
Was schenkt man?
Üblich, aber kein Muss
Im GeschäftÜblich, aber kein Muss
Privat eingeladenWird nicht erwartet
Etwas zu essen oder ein Mitbringsel aus dem eigenen Land wird gern genommen; bei Treffen tauscht man manchmal Geschenke.
Auf keinen FallBlumen schenkt man nur zu Hochzeiten und Beerdigungen.
ÜbergabeAusgepackt wird nicht vor den Augen des Gebers.
Womit tritt man ins Fettnäpfchen?
Einen Termin auf einen Sonntag legenAm Sonntag ruht das Geschäft von Gesetzes wegen. Es fliegen keine Inlandsflüge, Taxis fahren nicht — und ein an diesem Tag geschlossener Vertrag ist nach der Verfassung nichtig.
Den Feiertag am Datum einplanenDie meisten Feiertage wandern: Fällt einer auf Donnerstag bis Sonntag, ist der folgende Montag frei; auf Dienstag oder Mittwoch, der Montag davor. Weihnachten, Neujahr, Ostern, Anzac Day und die zwei königlichen Geburtstage bleiben am Datum.
Aufstehen, wenn jemand Ranghohes den Raum betrittRespekt zeigt man hier, indem man tiefer ist als der andere, nicht indem man sich aufrichtet: Kommt eine ranghohe Person dazu, setzt man sich.
2 weitere
Über das Königshaus spottenDie Verfassung nimmt den Schutz des Königs und der königlichen Familie ausdrücklich von der Pressefreiheit aus. Kritik von außen kränkt zudem die Gesprächspartner.
Die eigene Leistung groß herausstellenZurückhaltung gilt hier als Tugend. Wer mit Können, Geld oder Erfolgen auftrumpft, verspielt Ansehen, statt es zu gewinnen.
Wenn etwas passiertNotruf, Vorwahl und deutsche Vertretung
Angaben ohne Gewähr und ohne Anspruch auf Vollständigkeit.Verbindlich sind allein die Hinweise des Auswärtigen Amts und die Auskunft der zuständigen Vertretung.