St. Lucia Briefing

Sortiert nach dem Ablauf einer Reise: was vorher zu klären ist, was bei der Ankunft zählt, und was vor Ort anders läuft als zu Hause.

Geschäftlich sortiert um und blendet nichts aus.

Lohnt sich die Reise? Sicherheit, Wetter, Kosten

Wie ist die Sicherheitslage?

Hinweise des Auswärtigen Amts

Stufe 0 von 3Reisewarnung

Reisen uneingeschränkt möglich, keine Hinweise des Auswärtigen Amts.

St. Lucia ist insgesamt ruhig, aber Gewaltkriminalität wie bewaffnete Überfälle kommen vor. Kleinkriminalität (Taschendiebstahl, Handtaschenraub) ist häufig an touristischen Orten und während Festen. Raubüberfälle auf Schiffe und gelegentliche Piraterie in der Ostkaribik sind dokumentiert. Die Insel liegt in einer seismisch aktiven Zone und ist während der Hurrikan-Saison (Juni–November) gefährdet.

StandDas Amt hat die Seite am 12. Mai 2026 zuletzt geändert

Auswärtiges Amt · Auf der Karte ansehen Ausführliche Lage

Wie ist das Wetter?

Gros Islet

Am wärmsten ist es im August mit im Mittel 32 °C, am kühlsten im Januar mit 29 °C. Am meisten regnet es Juni bis März. Das Meer bleibt das ganze Jahr über 22 °C warm.

Gemessen an der Wetterstation George F L Charles Airport, 8 km entfernt.

Alle Zahlen für Gros Islet
Klima-Normalwerte für Gros Islet, Mittel aus zehn Jahren (2015 bis 2024), gemessen an der Wetterstation GEORGE F L CHARLES AIRPORT
MonatJanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Tag °C292930313131313232323130
Nacht °C232323252625252525252424
Wasser °C272727282828292930302928
Regentage171313111114201815171916
Bewölkung %383542515562544652565338
Luftfeuchte %757475757778797877787876

Mittelwerte aus zehn Jahren (2015–2024), nicht die Vorhersage. Quellen: NOAA (Stationsmessungen) · NASA POWER · NOAA OISST (Wassertemperatur)

Vor dem Abflug Was Wochen vorher erledigt sein will

Was brauche ich zur Einreise?

Reisepass nötig · Visumfrei bis 90 Tage

ReisepassPersonalausweisKinderreisepassVorläufiger ReisepassVorläufiger Personalausweis

Für die Einreise nach St. Lucia und einer Aufenthaltsdauer von bis zu 90 Tagen benötigen deutsche Staatsangehörige kein Visum. Flugreisende sollten im Besitz eines Weiter- oder Rückflugtickets sein.

Amtliche AntragsseiteOnline Immigration & Customs Portal — travelslu.govt.lc, keine andere Adresse.

GeschäftlichOhne Arbeitserlaubnis in St. Lucia zu arbeiten ist strafbar, ebenso länger zu bleiben als bei der Einreise erlaubt. Wer den Aufenthalt verlängern will, geht dafür zur Einwanderungsbehörde (Immigration Department) in Castries.

GültigkeitReisedokumente müssen über den vorhergesehen Abreisetag hinaus gültig sein und die Weiterreise in das nächste Ziel- bzw. Heimatland zulassen.

BedingungenRück-/Weiterreiseticket

Auswärtiges Amt

Passt mein Stecker?

Adapter nötig

Typ G

Spannung240 V, wie zu Hause

Steckertypen aus Wikidata

Welche Impfungen braucht man?

Pflicht nur je nach Anreiseweg

VorgeschriebenGelbfieber-Impfung bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet, also einem Land, in dem Gelbfieber vorkommt

EmpfohlenStandardimpfungen nach dem deutschen Impfkalender, vor allem Masern · Reiseimpfung: Hepatitis A · bei langem Aufenthalt oder besonderem Risiko: Hepatitis B, Typhus, Tollwut, Dengue, Chikungunya

Die übliche Empfehlung, keine ärztliche. Was für Sie gilt, klärt eine reisemedizinische Beratung.

Was gehört ins Gepäck?

  • Steckdosenadapter Typ GDer deutsche Stecker passt hier nicht.
  • Mückenschutz für den TagDengue-, Chikungunya- und Zika-Viren überträgt hier eine Mücke, die tagsüber sticht. Abends helfen zusätzlich lange, leichte Ärmel und ein Zimmer mit Fliegengittern oder Klimaanlage.
  • Reisekrankenversicherung mit RücktransportSchwere Fälle müssen ausgeflogen werden. Manche Privatkliniken verlangen Vorkasse, und das Tapion-Krankenhaus in Castries nimmt eine ausländische Reisekrankenversicherung gar nicht erst als Zahlung an.
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  • Feste Wanderschuhe mit ProfilDer Weg auf den Gros Piton ist vier Kilometer lang, steil und felsig und dauert hin und zurück vier bis sechs Stunden. Dazu gehören mindestens zwei Liter Wasser pro Person und eine Regenjacke.

Die ersten Stunden Geld, Netz, Fortbewegung

Wie bezahlt man?

Karte · Bargeld

US-Dollar werden auf der ganzen Insel angenommen. Gängige Währungen tauschen Hotels und die meisten Banken; einzelne Banken nehmen nur US-Dollar.

1 €3,1 XCD

10 XCD3,23 €

Tageskurs, gerundet · open.er-api.com

Manche Hotels und Restaurants setzen schon eine Servicepauschale auf die Rechnung. Ein Trinkgeld darüber hinaus ist gern gesehen, aber keine Pflicht — vorher auf die Rechnung schauen.

Abheben und Handeln

Geld abhebenGeldautomaten gibt es vielerorts.

Mit deutschen Karten kommt dort Ostkaribischer Dollar heraus.

Vorher besorgenFür Minibusse, Marktstände und kleine Läden braucht man Bargeld in Ostkaribischen Dollar.

Handy, Netz und Apps: Was braucht man?

Praktisch

AllezEin Auto mit Fahrer bestellen und den geschätzten Preis vorher sehen. Bezahlt wird in der App mit Kredit- oder Debitkarte, nicht bar. Zur Auswahl stehen auch Motorrad und Bus.

Wie kommt man herum?

Am günstigsten kommt man mit den Minibussen voran; sie tragen ein grünes Kennzeichen mit einem M davor. Zugelassene Taxis haben ein hellblaues Kennzeichen mit den Buchstaben TX.

LinksverkehrBeim Überqueren zuerst nach rechts schauen.

Bezahlen unterwegsTaxis haben kein Taxameter. Den Preis vereinbart man vor der Fahrt in Ostkaribischen Dollar; oft kann man auch in US-Dollar zahlen.

FührerscheinDas Fahren eines Kfz ist nur mit einem lokalen Führerschein gestattet, der gegen Vorlage des deutschen Führerscheins, Reisepasses sowie Passfotos und 54 XCD beim Department of Transport at the Ministry of Infrastructure, Ports, Transport, Physical Development and Urban Renewal im Union Complex, in …

Roller und MotorradDie Besucher-Fahrerlaubnis deckt nur die Fahrzeugarten ab, die der Führerschein aus der Heimat erlaubt. Für Roller und Motorrad braucht es dem Wortlaut nach die deutsche Klasse A oder A1. Ein Helm ist für Fahrer und Mitfahrer Pflicht.

In der PraxisDie Fahrerlaubnis für Besucher bekommt man bei der Ankunft am Flughafen, auf der Polizeiwache in Castries oder beim Autovermieter. Sie gilt höchstens drei Monate.

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Vor Ort Verhalten, Gespräch, Essen, Gesundheit

Welche Sprache spricht man?

Englisch

Englisch ist Amtssprache und überall verständlich. Untereinander sprechen viele „Kwéyòl“ (französisches Kreolisch).

3 Wörter, die weiterhelfen
Guten Morgen Bonjou
Guten Tag Bonswa
Danke Mèsi

Wer unsicher ist, zeigt das Wort — am Taxifenster oder am Schalter.

Worauf muss man achten?

  • Beim Betreten grüßenIn Laden, Bus und Büro beginnt man mit „good morning“ oder „good afternoon“, bevor man sein Anliegen sagt.
  • Badekleidung bleibt am StrandIn Orten, Dörfern, Kirchen und Geschäften zieht man sich etwas über. Ansonsten reicht leichte Sommerkleidung.
  • Jeder Strand ist öffentlichAlle Strände sind öffentlich, auch die vor den Hotelanlagen. Die Liegen, Bars und Duschen der Anlage bleiben aber den Hotelgästen vorbehalten.

Für LGBTIQ-ReisendeHomosexuelle Handlungen sind zwar strafbar, es sind jedoch keine Fälle bekannt, bei denen es zu einer strafrechtlichen Verfolgung gekommen ist.

5 weitere Regeln
  • Mehr Zeit für kurze Wege einplanenDie Straßen sind eng, steil und kurvig. Vom Flughafen Hewanorra im Süden bis in den Norden der Insel dauert es rund anderthalb Stunden.
  • In der Hurrikansaison den Wetterbericht verfolgenVon Juni bis Ende November ist Hurrikansaison. Nach einem Sturm können Strom, Telefon, Verkehr und Wasser auch in Hotelanlagen ausfallen.
  • An den Schwefelquellen auf dem geführten Weg bleibenDie „Sulphur Springs“ bei Soufrière gehören zu einem noch aktiven Vulkan. Der Boden ist heiß und gibt Dampf ab; man geht nur den Weg, den der Führer zeigt.
  • Am Strand gibt es keine UmkleidekabinenWer sich erst vor Ort umziehen will, überlegt sich vorher, wo. Nacktbaden ist verboten, und sich am offenen Strand umzuziehen gilt als unpassend.
  • Zum Schwimmen an die WestseiteAuf der Karibikseite im Westen ist das Wasser meist ruhig. Auf der Atlantikseite im Osten gibt es stärkere Strömungen und höhere Wellen; an vielen Stränden wacht kein Rettungsschwimmer.

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Was ist verboten?

  • Kleidung mit Tarnmuster tragenTarnmuster („Camouflage“) zu tragen ist für jeden verboten, auch für Kinder. Solche Hosen, Shirts und Mützen bleiben besser zu Hause; Sommerkleidung in anderen Mustern ist überall in Ordnung.
  • Am Steuer zum Handy greifenWer beim Fahren ein elektronisches Gerät bedient, fährt nach dem Straßenverkehrsgesetz ohne die nötige Sorgfalt und Aufmerksamkeit. Dafür drohen bis zu 5.000 Ostkaribische Dollar oder bis zu ein Jahr Haft.
  • Mit Alkohol im Blut fahrenMit mehr als 0,8 Promille Alkohol im Blut zu fahren ist strafbar; das sind 80 Milligramm Alkohol je 100 Milliliter Blut. Wer darüber liegt, dem drohen eine Geldstrafe bis 5.000 Ostkaribische Dollar, bis zu ein Jahr Haft oder beides.

Verbindlich ist allein die Auskunft der zuständigen Vertretung.

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  • Den Gros Piton auf eigene Faust besteigenFür den Aufstieg auf Gros Piton und Petit Piton ist ein ausgebildeter örtlicher Führer vorgeschrieben. Die Wege sind steil und felsig; am Petit Piton führen fest verlegte Seile über senkrechte Stellen.
  • Eine Drohne ohne Genehmigung steigen lassenFür Drohnen, Drachen, Feuerwerk und Himmelslaternen muss man vorher bei der Luftfahrtbehörde (Civil Aviation Department) eine Erlaubnis beantragen. Das gilt auf der ganzen Insel, nicht nur rund um die Flughäfen.
  • Obst, Pflanzen und Medikamente nicht anmeldenFrüchte, Pflanzen und Arzneimittel gehören auf die Zollerklärung, ebenso Waffen und Munition. Wer sie angibt, ist auf der sicheren Seite; wer sie verschweigt, riskiert Verzögerung und Strafe.

Wo darf man rauchen?

Fast überall verboten

Rauchen ist in geschlossenen öffentlichen Räumen, an Arbeitsplätzen und in Bus und Taxi verboten, dazu zehn Meter um deren Türen und Fenster. Auch am Strand, im Park, an Bushaltestellen und in den Außenbereichen von Lokalen darf man nicht rauchen.

E-ZigarettenE-Zigaretten gelten im Gesetz als Tabakprodukt. Überall, wo man nicht rauchen darf, darf man auch nicht dampfen.

BußgeldWer raucht, wo es verboten ist, dem drohen bis zu 5.000 Ostkaribische Dollar Geldstrafe.

Worüber spricht man?

Gute Themen

  • Das kreolische Erbe und die Sprache „Kwéyòl“
  • Die zwei Nobelpreisträger Derek Walcott und Arthur Lewis
  • Die Pitons — die zwei Vulkanberge auf der Landesflagge

Wie isst und trinkt man?

  • „Green fig and saltfish“ probierenDas Nationalgericht aus grüner Kochbanane und Salzfisch findet man eher in einfachen Lokalen als auf der Karte einer Hotelanlage. Ebenso einheimisch sind „Bouyon“ (ein dicker Eintopf) und „Accras“ (frittierte Fischbällchen).
  • Freitagabend auf der Straße essenIn Gros Islet wird die Hauptstraße zur „Friday Night Street Party“: Musik, gegrillter Fisch und Straßenküche. In Anse La Raye gibt es freitags den Fischabend.
Alkohol, vegetarisch, weitere Regeln

AlkoholAuf der Insel gebraut wird das Bier „Piton“.

Der Rum kommt von Saint Lucia Distillers; bekannt sind „Chairman’s Reserve“ und „Bounty“.

Was ist gesundheitlich zu beachten?

  • Denguefieber, ein Fieber mit starken Glieder- und Kopfschmerzenim ganzen Land, das ganze Jahr über und verstärkt nach starken Regenfällen; die Mücken stechen tagsüber
  • Chikungunya-Fieber, ein Fieber mit lang anhaltenden Gelenkschmerzenim ganzen Land, übertragen von tagsüber stechenden Mücken
  • Zika-Virus, in der Schwangerschaft gefährlich für das Kindlandesweit; für Schwangere ist konsequenter Mückenschutz besonders wichtig

Medikamente einführenEigene Medikamente für die ganze Reise mitnehmen, möglichst in der Originalverpackung. Zu jedem gehört eine Kopie des Rezepts, vor allem bei Betäubungsmitteln wie starken Schmerz- und Schlafmitteln.

Versorgung und Apotheke

Medizinische VersorgungHauptkrankenhaus ist das staatliche Owen King EU Hospital bei Castries.

Das private Tapion-Krankenhaus in Castries hat eine Notaufnahme und organisiert notfalls einen Rettungsflug nach Martinique.

KrankenversicherungDie gesetzliche Krankenkasse zahlt hier nichts — ohne Auslandskrankenversicherung trägt man jede Behandlung selbst.

ApothekenPrivate Kliniken und Apotheken gibt es in den Urlaubsgegenden, unter anderem in Rodney Bay, Soufrière und Vieux Fort.

Wann ist geschlossen?

Die nächsten zwölf Monate12 Termine, an denen vieles ruht

  • Thanksgiving05. Okt.
  • National day13. Dez.
  • Weihnachten25. Dez.
  • Boxing Day26. Dez.
  • Neujahr01. Jan.

Die gesetzlichen Feiertage der nächsten zwölf Monate, auf den Tag genau. Regional kann mehr geschlossen sein, als hier steht.

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  • Unabhängigkeitstag22. Feb.
  • Karfreitag26. März
  • Ostermontag29. März
  • Tag der Arbeit01. Mai
  • Pfingstmontag17. Mai
  • Fronleichnam27. Mai
  • Emancipation Day01. Aug.

date.nager.at

Geschäftlich Nur für Geschäftsreisen

Wie tickt das Geschäftsleben?

Man begegnet sich auf Augenhöhe. St. Lucia wurde erst 1979 unabhängig, und die Vorfahren vieler Einwohner waren versklavt. Ein belehrender oder herablassender Ton aus Europa wird nicht hingenommen.

Rahmen und Verhandlung

ArbeitswocheMo–Fr, 8.00–16.30 Uhr

Wie spricht man sich an?

Verhandelt und geschrieben wird auf Englisch. „Kwéyòl“ (französisches Kreolisch) ist die Sprache des Alltags; ein „Bonjou“ zur Begrüßung wird trotzdem gern gehört.

Was zählt beim Geschäftsessen?

Bei Familienfesten wie Taufe, Kommunion oder Hochzeit tischen Gastgeber reichlich auf, mit guten Spirituosen und viel Fleisch. Jeder Gast soll satt nach Hause gehen, und mit unangemeldeten Gästen wird gerechnet.

Was schenkt man?

Es wird keines erwartet

Im GeschäftWird nicht erwartet

Wer mit Amtsträgern zu tun hat, schenkt besser nichts. Ein Geschenk über 500 Ostkaribische Dollar muss der Empfänger binnen 30 Tagen der Integritätskommission melden. Etwas zu geben, damit jemand im Amt handelt oder es unterlässt, gilt als Korruption.

Womit tritt man ins Fettnäpfchen?

  • Im Strandoutfit zum TerminZu Geschäftsbesuchen und abends zum Ausgehen kleidet man sich formell. Wegen der Hitze ist Hemd mit Krawatte ohne Sakko in Ordnung.
  • Im Oktober den Kreolischen Monat übersehenDen ganzen Oktober feiert St. Lucia „Mwa Éwitaj Kwéyòl“, den Kreolischen Monat — in Gemeinden, Schulen, Betrieben, Kirchen und Behörden. Höhepunkt ist der Kreolentag „Jounen Kwéyòl“ am Sonntag um den 28. Oktober.

Wenn etwas passiert Notruf, Vorwahl und deutsche Vertretung

Welche Nummer im Notfall?

Notruf911
Ländervorwahl+1758

Von Hand gegen amtliche Stellen geprüft

Angaben ohne Gewähr und ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Verbindlich sind allein die Hinweise des Auswärtigen Amts und die Auskunft der zuständigen Vertretung.