Sortiert nach dem Ablauf einer Reise: was vorher zu klären ist, was
bei der Ankunft zählt, und was vor Ort anders läuft als zu Hause.
Geschäftlich sortiert um und blendet nichts aus.
Lohnt sich die Reise?Sicherheit, Wetter, Kosten
Wie ist die Sicherheitslage?
Einschränkungen
Stufe 1 von 3Reisewarnung
Das Auswärtige Amt rät von Reisen in einzelne Gebiete ab, zum Beispiel in Grenzregionen. Für den Rest des Landes gilt das nicht.
Aktuell beim Auswärtigen Amt
EbolafieberSicherheitslage im Grenzgebiet zur Demokratischen Republik Kongo
Ruanda ist grundsätzlich sicher, aber von nicht notwendigen Reisen in die Grenzregionen zur Demokratischen Republik Kongo wird abgeraten. Im Grenzgebiet zur DR Kongo und Uganda nördlich der Nationalstraßen RN4 und RN8 sowie im Nyungwe-Forest und Volcanoes-Nationalpark besteht Risiko für bewaffnete Überfälle und terroristische Anschläge. Ein Ebolafieber-Ausbruch in der DR Kongo (Provinz Ituri) wurde gemeldet; bislang keine bestätigten Fälle in Ruanda.
GrenzgebieteZu DR Kongo: Teilreisewarnung · zu Burundi und Uganda: Einschränkungen
StandDas Amt hat die Seite am 02. September 2026 zuletzt geändert
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Tropisches Hochlandklima mit Überschwemmungen und Erdbebenrisiko.
Deutsche Staatsangehörige benötigen zur Einreise nach Ruanda ein Visum. Visa für die Einreise nach Ruanda können entweder online oder nach Eintreffen am Flughafen beantragt und bezahlt werden.
Vorsicht beim AntragDas Visum gibt es bei Ankunft oder vorab über das Regierungsportal Irembo. Die Einwanderungsbehörde stellt klar, dass kein Vermittler befugt ist, den Antrag zu stellen. Solche Agenten können in die Irre führen und verlangen mehr als die eigentliche Gebühr.
GeschäftlichFür Konferenz, Besprechung oder Workshop gibt es eine eigene Visumklasse (V5), die es auch bei Ankunft und online gibt. Wer Geschäftsmöglichkeiten erkundet, braucht die Klasse V6 — und die gibt es nur vorab bei einer ruandischen Vertretung. Arbeiten erlaubt keine der beiden.
VisumGeht auch vorab online.
Auswärtiges Amt
Passt mein Stecker?
Typ CTyp ETyp G
Aus Deutschland und ÖsterreichKein Adapter nötig
Aus der SchweizNur flache Stecker
Spannung230 V, wie zu Hause
Steckertypen aus Wikidata
Welche Impfungen braucht man?
Pflicht nur je nach Anreiseweg
VorgeschriebenGelbfieber-Nachweis ab zwölf Monaten bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet
EmpfohlenHepatitis A · je nach Reiseart Hepatitis B, Tollwut, Meningokokken ACWY (Hirnhautentzündung) · je nach Reiseart Chikungunya und Dengue
Die übliche Empfehlung, keine ärztliche. Was für Sie gilt, klärt eine reisemedizinische Beratung.
Was gehört ins Gepäck?
Stoffbeutel statt PlastiktütenPlastiktüten sind verboten und werden bei der Einreise einbehalten. Wer Schuhe oder nasse Sachen trennen will, packt Stoffbeutel oder gewebte Taschen aus Kunststoff (Polypropylen) ein.
Feste Schuhe, Gamaschen und RegenjackeFür das Gorilla-Tracking nennt die Tourismusbehörde festes Schuhwerk, Gamaschen und derbe Kleidung gegen Brennnesseln als unverzichtbar, dazu eine leichte Regenjacke — der Aufstieg dauert je nach Tag 30 Minuten bis vier Stunden.
Arbeits- oder LederhandschuheAuf dem Weg durch Brennnesseln und Bambus greift man ständig ins Gestrüpp; die Tourismusbehörde nennt Handschuhe ausdrücklich als nützlich.
4 weitere
Warme Schicht für den AbendDas Land liegt hoch: Nachts fällt die Temperatur auch in Kigali auf etwa 15 Grad, in den Virunga-Bergen wird es deutlich kühler.
SonnenschutzDie Sonne steht fast senkrecht, und die Höhe verstärkt sie. Sonnencreme gibt es außerhalb großer Supermärkte und Apotheken kaum zu kaufen.
Mückenschutz und MoskitonetzDas Malariarisiko ist ganzjährig hoch, auch in den Städten; das Auswärtige Amt rät zu Mückenschutzmitteln tagsüber wie nachts und zum Bettnetz in der Nacht.
Neue Euro- oder DollarscheineAls Reserve fürs Wechseln — nur Scheine ab Druckjahr 2009 werden problemlos genommen.
Die ersten StundenGeld, Netz, Fortbewegung
Wie bezahlt man?
Handy-App · Bargeld · Karte
Kigali zahlt weitgehend bargeldlos, einzelne Geschäfte nehmen nur noch Karte oder Bezahlung per Handy („Mobile Money“). Außerhalb der Stadt ist es umgekehrt: Dort zählt Bargeld in Ruanda-Franc, und Münzen unter 100 Franken nehmen Straßenhändler und kleine Lokale oft nicht.
1 €→1.707 RWF
1.000 RWF→0,59 €
Tageskurs, gerundet · open.er-api.com
TrinkgeldAufrunden
Trinkgeld ist freiwillig und wird gern gesehen, am liebsten in bar. Bei Motorradtaxis und kleinen Diensten rundet man auf; in gehobenen Restaurants steht manchmal schon eine Servicegebühr auf der Rechnung.
Als ReisenderDas übliche Zahlungsmittel ist Bezahlen per Handy („Mobile Money“). Dazu braucht man eine einheimische SIM-Karte, die nur gegen Vorlage des Reisepasses registriert wird. Die Stadtbusse in Kigali nehmen überhaupt kein Bargeld, sondern nur die aufladbare Tap&Go-Karte.
Abheben und Handeln
Geld abhebenGeldautomaten gibt es in Kigali und in den größeren Städten; je Abhebung ist der Betrag begrenzt.
Am Wochenende sind sie gelegentlich leer. Wechseln nur in Banken, Hotels oder Wechselstuben — Banken und Wechselstuben schließen sonntags und an Feiertagen.
HandelnAuf Märkten und bei Taxis, sonst feste Preise
Vorher besorgenEuro oder US-Dollar lohnen sich als Reserve, aber nur neue Scheine ab Druckjahr 2009 — ältere nimmt kaum eine Wechselstube.
Handy, Netz und Apps: Was braucht man?
Praktisch
MoveIn Kigali ein Auto mit Fahrer bestellen. Alle Wagen sind von Volkswagen; bezahlt wird bar, mit Karte oder per Handy.YegoEin Taxi oder Motorradtaxi bestellen, auf Wunsch auch telefonisch. Bezahlt wird bar oder per Handy.
Eine einheimische SIM-Karte gibt es in jedem größeren Ort, sie muss aber mit dem Reisepass registriert werden. 4G deckt praktisch das ganze Land ab.
Mobilfunknetzsehr gut
Wie kommt man herum?
Bus und Bahn: billiger als in Deutschland
Motorradtaxis („moto“) sind das übliche Stadtverkehrsmittel; der Preis wird vorher ausgehandelt, den Helm für den Fahrgast hat der Fahrer dabei. Die Stadtbusse in Kigali fahren bargeldlos mit der Tap&Go-Karte, die man am Busbahnhof kauft und per Handy auflädt.
Fahrpreisebilliger als in Deutschland
Bezahlen unterwegsFür Motorradtaxis, Kleinbusse und Märkte außerhalb Kigalis kleine Scheine bereithalten. Münzen unter 100 Franken nehmen Straßenhändler und kleine Lokale oft nicht; abgerechnet wird meist auf 100 Franken gerundet.
FührerscheinDer internationale Führerschein ist erforderlich und nur in Verbindung mit dem nationalen deutschen Führerschein gültig.
In der PraxisIn Ortschaften gilt Tempo 40, außerorts meist 60; Blitzer und Kontrollen sind häufig, der Strafzettel kommt per SMS an den Halter. Handy am Steuer nur mit Freisprecheinrichtung. Der internationale Führerschein gilt ein Jahr, danach ist ein ruandischer nötig.
Was fährt
Es gibt gut ausgebaute (Mini-)Busverbindungen zwischen allen Städten in Ruanda. In den Bussen dürfen auch immer nur so viele Passagiere sitzen, wie es Plätze gibt. Für Afrika typisch: Die Busse haben keinen festen Fahrplan. Abfahrt ist, wenn der Bus voll ist.
Kinyarwanda: auch Englisch und Französisch sind Amtssprachen
EnglischIn Städten
In Kigali, in Hotels und in Behörden kommt man mit Englisch durch. Motorradtaxifahrer sprechen oft nur wenige Brocken Englisch oder Französisch; auf dem Land hilft Kinyarwanda mehr als beides.
5 Wörter, die weiterhelfen
Guten MorgenMwaramutse
Guten Tag (nachmittags)Mwiriwe
HalloMuraho
DankeMurakoze
Ja / NeinYego / Oya
Wer unsicher ist, zeigt das Wort — am Taxifenster oder am Schalter.
Worauf muss man achten?
Leise bleiben, auch im StreitLautes Auftreten und sichtbare Gefühlsausbrüche gelten als unangenehm. Wer sich übervorteilt fühlt, kommt mit ruhigem Beharren schneller weiter als mit einer lauten Beschwerde.
Eher zugeknöpft anziehenKurze Hosen, enge Röcke und knappe Oberteile fallen auf; in der Stadt wie auf dem Land zieht man sich zurückhaltend an.
Vor dem Fotografieren fragenBei Menschen erst fragen. Flughafen, Brücken, Regierungsgebäude und militärische Anlagen sind ganz tabu.
Für LGBTIQ-ReisendeHomosexuelle Handlungen stehen nicht unter Strafe. Gleichgeschlechtliche Beziehungen sind gesellschaftlich jedoch nicht akzeptiert. .
5 weitere Regeln
Bei der Wagenkolonne rechts anhaltenOffizielle Kolonnen haben Vorrang: Alle — auch Fußgänger — halten am rechten Straßenrand und warten, bis die Kolonne ganz durch ist.
Am letzten Samstag im Monat nichts planenVon 8 bis 11 Uhr ist Umuganda, die gesetzlich verpflichtende Gemeinschaftsarbeit. Läden schließen, Busse fahren nicht, der Verkehr ruht. Gäste sind ausdrücklich eingeladen mitzumachen.
Keine Zärtlichkeiten in der ÖffentlichkeitPaare halten sich zurück. Dass zwei Männer als Freunde Hand in Hand gehen, ist dagegen normal und bedeutet nichts weiter.
Älteren nicht in die Augen starrenEin direkter Dauerblick gegenüber Älteren gilt als unhöflich.
Mit Erkältung nicht zu den GorillasMenschliche Erkältungen sind für Menschenaffen gefährlich: Die Tourismusbehörde nennt gute Gesundheit als Voraussetzung. Mindestalter ist 15, und bei der Gorillagruppe darf man höchstens eine Stunde bleiben.
Auswärtiges Amt
Was ist verboten?
Plastiktüten und Einwegplastik im GepäckHerstellen, Einführen, Benutzen und Verkaufen ist per Gesetz verboten — Tüten ebenso wie Halme, Rührstäbchen, Einwegbesteck, -becher, -teller und Lebensmittelverpackungen. Tüten im Gepäck werden bei der Einreise einbehalten. Erlaubt sind Stoffbeutel und gewebtes Polypropylen.
Duty-free-Tüten mit ins Land nehmenDas Plastiktüten-Verbot nimmt Duty-free-Tüten zwar aus, aber nur innerhalb des Duty-free-Ladens. Wer mit einer solchen Tüte anreist, muss sie noch im Flugzeug oder am Einreisepunkt zurücklassen.
Den Völkermord leugnen oder verharmlosenDas Gesetz stellt es unter Strafe, den Völkermord an den Tutsi zu bestreiten, die Tatsachen zu verdrehen, von einem „doppelten Völkermord“ zu sprechen oder ihn als ungeplant darzustellen. Es drohen fünf bis sieben Jahre Haft und eine Geldstrafe.
Verbindlich ist allein die Auskunft der zuständigen Vertretung.
6 weitere
Eine Drohne mitbringenFliegen darf nur, wer eine Genehmigung der Luftfahrtbehörde hat. Die Drohne registrieren können Ausländer nicht selbst — das muss ein Einheimischer oder eine Firma im Land für sie tun. Drohnen sind bei der Ankunft anzumelden und können bis zur Ausreise einbehalten werden.
Flughafen, Brücken, Regierungs- und Militärgebäude fotografierenFür diese Bauten gilt ein ausdrückliches Fotografierverbot; wo es gilt, steht es meist auf Schildern. Menschen fotografiert man erst, nachdem man gefragt hat.
In eine militärische Sperrzone laufenEinzelne Sperrzonen in Kigali sind weder beleuchtet noch beschildert. Wer hineingerät, kann festgenommen und festgehalten werden — abseits belebter Viertel und nachts also besser auf den Wegen bleiben.
Shisha rauchenDas Gesundheitsministerium hat Gebrauch, Bewerbung und Einfuhr von Wasserpfeifentabak landesweit untersagt. Zigaretten bleiben erlaubt, aber nur außerhalb geschlossener öffentlicher Räume.
Plastikabfall einfach liegen lassenWer Plastikabfall an einer nicht dafür vorgesehenen Stelle abkippt oder anhäuft, dem drohen nach dem Plastikgesetz 50.000 Franken Bußgeld, und er muss ihn wegräumen. Die Straßen sind auffällig sauber, und das wird auch von Gästen erwartet.
Den Präsidenten beleidigenWer den Präsidenten öffentlich beleidigt oder verleumdet, dem drohen nach dem Strafgesetzbuch fünf bis sieben Jahre Haft und eine Geldstrafe. Auch Beamtenbeleidigungen können nach Angaben des Auswärtigen Amts zu mehrwöchigen Haftstrafen führen.
Wo darf man rauchen?
Drinnen nur im Raucherbereich
Rauchen ist in allen geschlossenen öffentlichen Räumen, in Innenräumen von Arbeitsplätzen und in öffentlichen Verkehrsmitteln verboten. Erlaubt ist es nur in eigens eingerichteten Raucherbereichen, die eine eigene Belüftung haben müssen.
E-ZigarettenE-Zigaretten und Verdampfer sind verboten. Sie ins Land zu bringen ist auch für den Eigenbedarf untersagt; wer sie dabei hat, muss mit Einzug und einem Bußgeld rechnen.
VerbreitungIn Lokalen ist Rauchen nicht gern gesehen: Es kommt vor, dass Gäste sich über den Rauch beschweren.
Worüber spricht man?
Gute Themen
Essen
Die Landschaft und die Berge
Das eigene Heimatland
Sport
Wetter
Besser nicht
Nach der Ethnie fragen — Hutu oder Tutsi
Nachfragen, wer im Völkermord was erlebt hat
Kritik an Präsident und Regierung
Ruandas Rolle im Krieg im Ostkongo
Gesten, Humor, Abstand
GestenAuf Menschen zeigt man nicht mit dem Finger, sondern deutet mit der ganzen Hand.
Heranwinken geht mit der Handfläche nach unten und kratzenden Fingern; ein Motorradtaxi ruft man mit einem Zischen.
HumorGelacht wird gern, aber Sarkasmus kommt selten an — er wird eher wörtlich genommen denn als Scherz verstanden.
Körperlicher AbstandMan steht dicht beieinander, oft weniger als eine Armlänge.
Unter Gleichgeschlechtlichen ist Berühren an Hand, Arm und Schulter normal; zwischen Mann und Frau bleibt es beim Händedruck.
Wie isst und trinkt man?
Mittags gibt es in fast jedem Ort das Buffet „Melange“ mit Kochbananen, Bohnen, Reis, Maniok und etwas Fleisch oder Fisch. Fleischspieße („brochettes“), in kleinen Bars meist von der Ziege, gibt es fast überall.
Beim Mittagsbuffet „Melange“ nur einmal auffüllenDas Buffet ist kein „all you can eat“: Der Teller wird einmal gefüllt, dann wird abgerechnet. Geübte stapeln entsprechend hoch.
„Zingalo“ (Ziegendarm-Spieße) abbestellen, wenn man sie nicht magIn einfachen Lokalen kommen die Ziegendarm-Spieße „zingalo“ oft ungefragt mit. Wer sie nicht will, sagt beim Bestellen „OYA zingalo“ — „oya“ heißt auf Kinyarwanda nein.
LeitungswasserLeitungswasser ist nicht trinkbar.
Flaschenwasser gibt es überall — auf das unversehrte Siegel achten, und Eiswürfel besser weglassen.
Alkohol, vegetarisch, weitere Regeln
Nicht auf der Straße essen oder trinkenGegessen und getrunken wird im Lokal oder zu Hause, nicht im Gehen.
AlkoholBier ist verbreitet, meist Primus, Mützig, Amstel oder Turbo King, gern in der großen Flasche.
Landestypisch ist das Bananenbier „urwagwa“, das meist zu Hause gebraut wird; abgefüllt steht es auch in manchen Läden und Bars.
VegetarischEinfach: Das Mittagsbuffet besteht überwiegend aus Kochbananen, Kartoffeln, Reis, Maniok, Gemüse und Bohnen, das bisschen Fleisch oder Fisch liegt daneben.
Was ist gesundheitlich zu beachten?
MalariaGanzjährig hohes Risiko im ganzen Land, auch in den Städten; über 99 Prozent der Fälle sind die gefährliche Form Malaria tropica. Mückenschutz gehört tagsüber wie nachts dazu; außerdem sollte man sich vor der Reise ärztlich beraten lassen.
Bilharziose im SüßwasserAuch im Kivusee und in fließenden Gewässern; das Auswärtige Amt rät vom Baden und Schwimmen in Binnengewässern ab. Schon geringer Kontakt reicht für eine Ansteckung.
MeningokokkenLandesweit, übertragen vor allem in den Trockenzeiten von Mai bis September und von Dezember bis März.
Medikamente einführenDie eigene Reiseapotheke gehört ins Gepäck; für regelmäßig eingenommene Mittel lässt man sich die Notwendigkeit besser auf Englisch ärztlich bescheinigen. Größere Mengen für Spendenzwecke darf nur einführen, wer vorher eine Erlaubnis hat.
Versorgung und Apotheke
Die medizinische Versorgung entspricht nicht dem europäischen Niveau, notwendige Medikamente sollten mitgebracht werden.
HöhenkrankheitIn den Bergregionen: Kigali liegt schon um 1.500 Meter, der höchste Vulkan des Nationalparks reicht auf 4.507 Meter.
LuftverschmutzungIn den großen Städten kann die Luftverschmutzung Beschwerden auslösen.
MpoxLandesweit; Mpox (früher Affenpocken) überträgt sich durch engen Körperkontakt. Das Auswärtige Amt rät, engen Hautkontakt und krank wirkende Personen zu meiden.
Medizinische VersorgungPlanbare Eingriffe gehören nach Europa: Schwere Krankheiten und Unfallfolgen sind auch in Kigali nicht immer behandelbar. Bestes Haus ist das King Faisal Hospital; Ausländer zahlen vorab.
KrankenversicherungDie gesetzliche Krankenkasse zahlt hier nichts — ohne Auslandskrankenversicherung trägt man jede Behandlung selbst.
ApothekenApotheken gibt es in jedem größeren Ort, das Sortiment an Standardmedikamenten reicht aus.
Fälschungen mit unsicherem Inhalt kommen vor; Tollwutimpfstoff und Immunglobuline sind im Land kaum erhältlich.
Vor Ort zu sein entscheidet: Die persönliche Beziehung trägt den Abschluss, und Vertrauen wächst im Termin, nicht per Mail. Für Registrierung, Lizenzen und Genehmigungen führt der Weg über die staatliche Behörde Rwanda Development Board, die alles an einer Stelle bündelt.
So klingt ein NeinEin klares Nein fällt selten. Wer absagen will, redet um die Sache herum; Unangenehmes wird eher ausgelassen, als dass jemand widerspricht. Zustimmung im Raum ist deshalb noch keine Zusage.
HierarchieGegenüber Älteren und Ranghöheren bleibt der Ton förmlich: kein Dauerblick in die Augen, kein beiläufiges Antippen im Vorbeigehen.
KommunikationIndirekt Ablehnung kommt als Zögern oder Ausweichen — ein „schwierig" ist ein Nein.
Rahmen und Verhandlung
VerhandelnVor der Sache kommen Fragen nach Familie und Befinden; das gehört zum Termin.
Abschlüsse brauchen Zeit vor Ort: Mehrere Besuche wiegen mehr als jede Mailkette.
ArbeitswocheMo–Fr; am letzten Samstag im Monat steht bis Mittag fast alles still
PünktlichkeitZum Termin kommt man pünktlich, auch wenn der Gastgeber es nicht ist.
Behörden führen Pünktlichkeit als erklärten Wert, und von Ausländern wird sie erwartet; privat sind eine halbe bis eine Stunde Verspätung dagegen nichts Besonderes.
KleidungHalbformell: leichter Anzug, Kleid oder Rock bis übers Knie.
Kurze Hosen trägt im Beruf niemand — sie gelten als Kleidung von Schuljungen; Safari-Kleidung ist im Büro fehl am Platz.
Wie spricht man sich an?
Im Schriftlichen steht der Kinyarwanda-Name oft zuerst und in Großbuchstaben: In „MUGISHA Jean“ ist Mugisha der Nachname. Angesprochen wird im Gespräch aber meist mit dem Vornamen — also mit Jean.
BegrüßungBegrüßt wird mit der rechten Hand: Wer Respekt zeigt, fasst dabei mit der linken den eigenen rechten Unterarm. Der Händedruck hält oft über die Begrüßung hinaus.
Blick und Abstand
BlickkontaktDauerblick gilt gegenüber Älteren und Ranghöheren als bedrängend, nicht als Aufmerksamkeit.
In Kigali und gegenüber Behörden ist direkter Blick dagegen normal.
Was zählt beim Geschäftsessen?
Die Mittagspause liegt fest zwischen halb eins und halb zwei: Büros sind dann nicht besetzt, Termine legt man davor oder danach.
Was schenkt man?
Zwischen Geschenk und Bestechung ist die Grenze schmal: Was eine Amtshandlung erleichtern soll, ist ein unzulässiger Vorteil. Das Gesetz bestraft den Gebenden wie den Nehmenden — über fünf bis sieben Jahre Haft und eine Geldstrafe vom Drei- bis Fünffachen des Werts.
Womit tritt man ins Fettnäpfchen?
Im Termin nach Hutu oder Tutsi fragenDie Ethnie ist kein Gesprächsthema. Außerhalb der Gedenkveranstaltungen im April kann ein solches Gespräch als Völkermordideologie ausgelegt werden, und die ist strafbar.
Termine in die Gedenkwoche nach dem 7. April legenDie Woche nach dem Gedenktag ist offizielle Trauerwoche: Feiern, Hochzeiten, Sportwettkämpfe und Musik, die nichts mit dem Gedenken zu tun hat, sind untersagt.
Einen Vormittagstermin am letzten Samstag im MonatDann ist „Umuganda“, die gesetzlich verpflichtende Gemeinschaftsarbeit: Die meisten Betriebe schließen, und der Verkehr ruht bis etwa Mittag. Termine und Fahrten gehören an diesem Tag auf den Nachmittag.
Rechtlich heikelEthnie als Gesprächsthema — das kann als Völkermordideologie gelten · Kritik an Präsident und Regierung · Beamte beleidigen
Wenn etwas passiertNotruf, Vorwahl und deutsche Vertretung
Angaben ohne Gewähr und ohne Anspruch auf Vollständigkeit.Verbindlich sind allein die Hinweise des Auswärtigen Amts und die Auskunft der zuständigen Vertretung.