Republik Kongo Briefing

Sortiert nach dem Ablauf einer Reise: was vorher zu klären ist, was bei der Ankunft zählt, und was vor Ort anders läuft als zu Hause.

Geschäftlich sortiert um und blendet nichts aus.

Lohnt sich die Reise? Sicherheit, Wetter, Kosten

Wie ist die Sicherheitslage?

Hinweise des Auswärtigen Amts

Stufe 0 von 3Reisewarnung

Reisen uneingeschränkt möglich, keine Hinweise des Auswärtigen Amts.

Betroffene Regionen1 von 12

Pool.

Auf der Karte ansehen

Weitgehend stabile Lage mit Kleinkriminalität (Taschendiebstahl, Handtaschenraub) in Großstädten. Präsidentschaftswahlen im März 2026 können zu Demonstrationen und Verkehrsbehinderungen führen; lokale Konflikte im Raum Mindoulie möglich.

StandDas Amt hat die Seite am 23. Januar 2026 zuletzt geändert

Auswärtiges Amt Ausführliche Lage

Wie ist das Wetter?

Am wärmsten ist es im März mit im Mittel 33 °C, am kühlsten im Juni mit 29 °C. Am meisten regnet es Oktober bis Mai. Am trockensten ist es Juni bis September.

Gemessen an der Wetterstation Maya Maya, 4 km entfernt.

Alle Zahlen für Brazzaville
Klima-Normalwerte für Brazzaville, Mittel aus zehn Jahren (2015 bis 2024), gemessen an der Wetterstation MAYA MAYA
MonatJanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Tag °C313233333229293031323131
Nacht °C222323232321202022222222
Regentage11119129101391515
Bewölkung %788080816950475162738283
Luftfeuchte %838383848479777474798384

Mittelwerte aus zehn Jahren (2015–2024), nicht die Vorhersage. Quellen: NOAA (Stationsmessungen) · NASA POWER · NOAA OISST (Wassertemperatur)

Vor dem Abflug Was Wochen vorher erledigt sein will

Was brauche ich zur Einreise?

Reisepass nötig · Visum vorab erforderlich

ReisepassPersonalausweisKinderreisepassVorläufiger ReisepassVorläufiger Personalausweis

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise in die Republik Kongo ein Visum, das vor der Einreise bei der Botschaft der Republik Kongo in Berlin beantragt werden muss. Es gibt keine Möglichkeit der Visumerteilung bei Einreise.

GeschäftlichFür Geschäftstermine gibt es ein eigenes Visum, das vor der Reise bei der kongolesischen Botschaft beantragt wird. Dazu gehört eine Einladung aus dem Kongo mit Reisezweck und Gastgeber, die die dortige Behörde für Gebietsüberwachung (DDST) bestätigt hat.

GültigkeitReisedokumente müssen im Zeitpunkt der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein.

Auswärtiges Amt

Passt mein Stecker?

Typ C
Typ E

Aus Deutschland und ÖsterreichKein Adapter nötig

Aus der SchweizNur flache Stecker

Spannung230 V, wie zu Hause

Steckertypen aus Wikidata

Welche Impfungen braucht man?

Pflichtimpfung nötig

VorgeschriebenGelbfieber-Nachweis für alle ab neun Monaten bei der Einreise · spätestens zehn Tage vor der Ankunft geimpft

EmpfohlenHepatitis A · Typhus · Kinderlähmung (Polio): auffrischen, wenn die letzte Impfung über zehn Jahre her ist · nach ärztlicher Beratung: Hepatitis B, Tollwut, Meningokokken ACWY

Die übliche Empfehlung, keine ärztliche. Was für Sie gilt, klärt eine reisemedizinische Beratung.

Was gehört ins Gepäck?

  • Gelber Impfausweis mit Gelbfieber-EintragDer Nachweis wird bei der Einreise von allen ab neun Monaten verlangt und muss die Impfung mindestens zehn Tage vor der Ankunft belegen. Britische Behörden nennen zusätzlich einen Nachweis über die Polio-Impfung; nehmen Sie den gelben Ausweis mit allen Einträgen mit.
  • Mückenschutz für Tag und Nacht, dazu ein MoskitonetzMalaria hat im ganzen Land ganzjährig ein hohes Risiko, dazu kommen Mücken, die tagsüber stechen und das Chikungunya-Fieber übertragen. Die meisten Mückenmittel greifen manche Kunststoffe an — Uhr, Brille und Kamera davon fernhalten.
  • Malaria-Tabletten nach ärztlicher BeratungDie vorbeugende Einnahme wird für fast alle Reisenden empfohlen und beginnt je nach Mittel schon Tage vor der Abreise. Besprechen Sie das rechtzeitig mit einer Ärztin oder einem Arzt.
5 weitere
  • Auslandskrankenversicherung mit RücktransportSchwere Fälle müssen nach Europa ausgeflogen werden, und ein Ambulanzflug ist sehr teuer. Achten Sie darauf, dass Ihre Versicherung diesen Rücktransport ausdrücklich einschließt.
  • Bargeld in Euro und viele kleine ScheineDie Wirtschaft läuft weitgehend bar, Geldautomaten gibt es nur in größeren Orten. Wechselgeld ist überall knapp, deshalb hilft es, kleine Scheine und Münzen zusammenzuhalten.
  • Regenjacke oder SchirmVon Oktober bis Dezember regnet es häufig, im März und April kommen heftige Gewitter dazu. Straßen und Brücken können dann unpassierbar werden; trocken ist es vor allem von Mai bis September.
  • Taschenlampe und PowerbankStromausfälle gibt es im ganzen Land, auch in den großen Städten, und sie können mehrere Tage dauern. Die wenigsten Gebäude haben ein Notstromaggregat.
  • Farbkopie von Pass und VisumDie Polizei kontrolliert Ausweise, und eine Farbkopie mit dem Einreisestempel wird dafür anerkannt. Das Original liegt sicherer im Hotel, denn Taschendiebstahl kommt in Brazzaville und Pointe-Noire vermehrt vor.

Die ersten Stunden Geld, Netz, Fortbewegung

Wie bezahlt man?

Bargeld · Karte

Kleingeld ist überall knapp. Sammeln Sie deshalb kleine Scheine und Münzen, sonst kann ein Taxifahrer oder ein Marktstand nicht herausgeben.

1 €656 XAF

1.000 XAF1,52 €

Fester Kurs — die Währung ist an den Euro gebunden

Als ReisenderBezahlt wird fast alles bar. Karten nehmen größere Hotels und Geschäfte in Brazzaville und Pointe-Noire an, außerhalb davon werden sie nur selten akzeptiert.

Abheben und Handeln

Geld abhebenGeldautomaten stehen nur in größeren Orten.

Die Automaten von Ecobank geben Bargeld gegen Visa und Mastercard. Bei einem Stromausfall fallen auch Bankgeschäfte aus, deshalb nie auf einen einzelnen Automaten verlassen.

HandelnAuf Märkten und bei Taxis, sonst feste Preise

Vorher besorgenBargeld in Euro gehört ins Gepäck und wird vor Ort in einer Bank getauscht.

Der zentralafrikanische CFA-Franc hat einen festen Wechselkurs zum Euro; der Kurs schwankt also nicht.

Handy, Netz und Apps: Was braucht man?

Praktisch

YangoTaxi in Brazzaville über die App rufen: Preis und Strecke stehen vor der Fahrt fest. Am Straßenrand muss man dagegen jedes Mal verhandeln, denn die Taxis im Land haben kein Taxameter.Google ÜbersetzerSprachpaket vorher laden, dann geht es offline

Es gibt zwei Mobilfunkanbieter, MTN und Airtel. Eine Prepaid-Karte darf nur gegen Ausweis abgegeben werden, also den Pass mitnehmen. Bei Stromausfällen fällt auch das Telefonnetz stellenweise aus.

Mobilfunknetzin Städten gut

Wie kommt man herum?

Taxis haben eine feste Farbe: grün-weiß in Brazzaville, blau-weiß in Pointe-Noire, rot in Dolisie. Ein Taxameter haben sie nicht. Handeln Sie den Preis vor dem Einsteigen aus und klären Sie, dass Staus und Umwege schon darin enthalten sind.

Bezahlen unterwegsTaxis, Sammeltaxis, Minibusse und Marktstände nehmen nur Bargeld. Halten Sie kleine Scheine bereit, denn Wechselgeld ist überall knapp.

FührerscheinDer internationale Führerschein ist erforderlich und nur in Verbindung mit dem nationalen deutschen Führerschein gültig.

Roller und MotorradAuf dem Motorrad ist ein zugelassener Helm Pflicht, für den Fahrer wie für den Fahrgast. Die Motorradtaxis in Brazzaville fahren trotzdem meist ohne Helm. Wer keinen bekommt, nimmt besser ein Auto-Taxi: Fast jeder dritte Verkehrsunfall im Land betrifft ein Motorrad.

In der PraxisIm ganzen Land stehen Straßensperren von Polizei und Armee, oft schlecht gekennzeichnet. Wird nach Papieren gefragt, bleibt man im Auto und zeigt sie durch das geschlossene Fenster. Bei einem Bußgeld an Ort und Stelle um einen schriftlichen Beleg bitten.

Was fährt

Für kürzere Flußfahrten kann man auf sogenannten Baleinières, das sind 10-20 Meter lange Holzboote eine Mitfahrt arrangieren. Frachter befördern auch immer Passagiere, Service oder Komfort erwarte man nicht.

Wikivoyage · CC BY-SA · Auswärtiges Amt

Vor Ort Verhalten, Gespräch, Essen, Gesundheit

Welche Sprache spricht man?

Französisch: dazu Lingala im Norden, Kituba im Süden

EnglischWenig verbreitet

Englisch spricht kaum jemand, auch in Ämtern und Firmen nicht. Ohne Französisch kommt man im Alltag nicht weit; für Geschäftstermine nimmt man einen Dolmetscher mit.

2 Wörter, die weiterhelfen
Guten Tag (Lingala) Mbote
Weißer — das ruft man Ihnen auf der Straße nach moundélé

Wer unsicher ist, zeigt das Wort — am Taxifenster oder am Schalter.

Worauf muss man achten?

  • Erst grüßen, und die Ältesten zuerstÜberall. Zur Begrüßung gibt man die Hand; wer im Raum älter ist, wird zuerst begrüßt.
  • Die beiden Kongos auseinanderhaltenBrazzaville und Kinshasa liegen sich am Fluss gegenüber, gehören aber zu zwei Staaten. Für die Fähre dazwischen braucht man ein gültiges Visum für beide Länder. Sie fährt nicht sonntags und stellt am späten Nachmittag den Betrieb ein.
  • Vor jedem Foto von Menschen und Amtsgebäuden fragenÜberall. Bei Militär, Flughafen, Hafen und Brücken hilft auch Fragen nicht — dort ist Fotografieren ganz verboten.

Für LGBTIQ-ReisendeOffen gezeigte homosexuelle Handlungen können zu willkürlichen Verhaftungen wegen angeblich sittenwidrigen Verhaltens führen.

Allein reisende FrauenAllein reisende Frauen müssen nach Angaben der kanadischen Regierung mit Belästigungen und verbalen Übergriffen rechnen. Mehrere Regierungen raten außerdem davon ab, nach Einbruch der Dunkelheit allein zu Fuß zu gehen.

3 weitere Regeln
  • Auf ordentliche Kleidung achtenVor allem in Brazzaville. Im Stadtteil Bacongo treffen sich die „Sapeurs“ — die Gesellschaft der Stimmungsmacher und eleganten Leute. Sie tragen Maßanzüge und flanieren damit über die Avenue Matsoua.
  • „Bruder“ und „Schwester“ nicht wörtlich nehmenAuch Cousins und Cousinen werden so genannt. Wer wirklich dasselbe Elternpaar meint, sagt dazu „même père même mère“ — gleicher Vater, gleiche Mutter.
  • Nicht in Flüssen und Seen baden, im Meer nicht weit hinausSüßwasser überträgt Bilharziose, eine Wurmerkrankung. An der Küste ziehen starke Strömungen hinaus, die Strände sind unbewacht, und jedes Jahr ertrinken dort Menschen.

Auswärtiges Amt

Was ist verboten?

  • Sicherheitsrelevante Orte fotografierenDazu zählen Militärpersonen und Militärposten, Flughafen, Fährhafen, Kasernen, Krankenhäuser und Brücken, außerdem Palmölplantagen und Rodungsflächen im Regenwald. Das Verbot wird konsequent durchgesetzt; möglich sind hohe Geldstrafen und mehrere Wochen Haft.
  • Eine Drohne fliegen lassenDer Betrieb einer Drohne ist genehmigungspflichtig. Das Auswärtige Amt rät schon davon ab, überhaupt eine mitzuführen — am einfachsten lässt man sie zu Hause.
  • Mentholzigaretten und Shisha-Tabak mitbringenEin Erlass verbietet Herstellung, Einfuhr, Weitergabe, Besitz und Verkauf von Zigaretten mit Aromakapsel, Zigaretten mit Geschmack wie Menthol und von Shisha-Tabak. Wer zollfrei einkauft, greift also besser zur normalen Sorte.

Verbindlich ist allein die Auskunft der zuständigen Vertretung.

4 weitere
  • Buschfleisch kaufen oder essen von November bis AprilVom 1. November bis 30. April ist die Jagd geschlossen; in dieser Zeit sind auch Verkauf und Verzehr von Buschfleisch verboten, ausgenommen sind die örtlichen Gemeinschaften. Woher das Fleisch stammt, lässt sich ohnehin kaum nachprüfen.
  • Gegenstände von historischem Wert ausführenAlte Holzarbeiten, Skulpturen und Gemälde dürfen das Land nicht verlassen; es drohen hohe Geldstrafen oder Haft. Kunsthandwerk darf man dagegen mitnehmen, dafür ist vor der Abreise eine Ausfuhrabgabe zu zahlen.
  • Mit mehr als 0,8 Promille fahrenDie gesetzliche Grenze liegt bei 0,8 Promille, und die Strafen sind hart. Alkohol am Steuer ist im Land verbreitet; von Fahrten außerhalb der Ortschaften nach Einbruch der Dunkelheit wird ohnehin dringend abgeraten.
  • Ohne Ausweis unterwegs seinDie Behörden können den Ausweis jederzeit sehen wollen; wer keinen vorzeigen kann, kann von der Polizei festgehalten werden. Eine Farbkopie des Passes mit dem Einreisestempel genügt dafür, das Original bleibt im Hotelsafe.

Wo darf man rauchen?

Fast überall verboten

Rauchen ist in allen öffentlichen und gemeinschaftlich genutzten Räumen verboten, dazu an Arbeitsplätzen und in Verkehrsmitteln. Auch offene und halboffene öffentliche Flächen fallen unter das Verbot, und damit gilt es ebenso in Restaurants, Bars und Nachtlokalen.

Worüber spricht man?

Gute Themen

  • Musik: die kongolesische Rumba steht auf der Unesco-Liste des immateriellen Kulturerbes
  • Die „Sape“, die Kunst, sich elegant zu kleiden — sie stammt aus dem Kongo
  • Die Familie und wie es ihr geht
  • Essen, etwa „poulet moambé“ — Huhn in Palmnusssoße, das Nationalgericht
Besser nicht
  • Krankheit und Tod als Zufall abtun: Dahinter wird oft Zauberei vermutet, und Verdächtigungen enden manchmal tödlich

Wie isst und trinkt man?

Viele Restaurants haben durchgehend offen, oft schon ab acht Uhr morgens bis spät in die Nacht. Sonntags bleiben allerdings viele geschlossen, besonders in der Innenstadt von Pointe-Noire. Läden öffnen gegen neun und schließen zwischen 18 und 19 Uhr.

  • „Poulet moambé“ probierenHuhn in Palmnusssoße, das Nationalgericht des Landes. Es steht in einfachen Lokalen genauso auf der Karte wie in den Restaurants der Hotels.
  • „Saka-saka“ dazu bestellenGehackte und lange geschmorte Maniokblätter, oft mit Palmöl, Zwiebeln und bitteren Auberginen. Im Land heißt das Gericht auch „pondu“.

LeitungswasserLeitungswasser nicht trinken, auch nicht zum Zähneputzen.

Kaufen Sie abgefülltes Wasser; wo es keines gibt, hilft Abkochen oder ein Filter.

Alkohol, vegetarisch, weitere Regeln
  • „Chikwangue“ ist das Brot dazuEin fester Maniokteig, der in Bananenblättern gedämpft wird; auf Lingala heißt er „kwanga“. Dazu kommt „foufou“, ein dicker Brei aus Maniok- oder Maismehl.
  • „Liboké“ vom Grill nehmenFisch mit Tomate und Chili, in Bananenblättern eingeschlagen und über der Glut gegart. Statt Fisch gibt es auch Huhn oder Schwein darin.
  • Ins „nganda“ gehenDas typische kongolesische Lokal: Brühen, „saka-saka“ und gegrilltes Fleisch oder Fisch. Man kommt dorthin ebenso zum Reden und Musikhören wie zum Essen.
  • Rohes Gemüse und Salat stehen lassenÜberall. Ungekochtes Gemüse und ungeschältes Obst sind ein häufiger Grund für Durchfall; Fleisch sollte gut durchgegart sein.

AlkoholBier gibt es überall: „Ngok“ (Krokodil), Primus und Mutzig, meist in der großen 0,65-Liter-Flasche.

Der Alkoholgehalt ist niedrig, getrunken wird es vor allem zur Erfrischung. Auf dem Land kommt Palmwein dazu, milchig im Aussehen und leicht spritzig.

Was ist gesundheitlich zu beachten?

  • Malaria, ganzjährig hohes RisikoIm ganzen Land, auch in Brazzaville und Pointe-Noire. Über 99 Prozent der Fälle sind Malaria tropica, die gefährlichste Form. Zusätzlich zum Mückenschutz ist eine vorbeugende Tabletteneinnahme sinnvoll; welches Mittel passt, klärt man vorher ärztlich ab.
  • GelbfieberDas ganze Land gilt als Gelbfiebergebiet. Die Impfung ist zugleich Voraussetzung für die Einreise.
  • Chikungunya-Fieber, ein Virusfieber mit langen GelenkschmerzenLandesweit, übertragen von Mücken, die tagsüber stechen. Mückenschutz gehört deshalb schon am Tag auf die Haut, nicht erst am Abend.

Medikamente einführenRegelmäßig eingenommene Mittel in ausreichender Menge mitnehmen, in der Originalpackung mit lesbarem Etikett. Eine Kopie des Rezepts gehört dazu.

Versorgung und Apotheke

Die medizinische Versorgung am Land ist völlig unzureichend, weshalb der Abschluss einer Auslandsreisekrankenversicherung mit Rücktransport nach Deutschland in jedem Falle anzuraten ist. Allenfalls in den beiden Großsstädte gibt es halbwegs ausgestattete Kliniken, die aber weit unter europäischem Niveau bleiben.

  • Bilharziose, eine Wurmerkrankung aus SüßwasserIn Seen, Flüssen und Tümpeln im ganzen Land. Die Larven dringen durch die unverletzte Haut ein; deshalb in Süßwasser weder baden noch waten.
  • TollwutLandesweit, vor allem durch Hunde. Es gibt regelmäßig Fälle bei Menschen, und das Mittel für die Behandlung nach einem Biss ist im Land nur begrenzt zu bekommen.
  • CholeraIn mehreren Gegenden gibt es Fälle, darunter Brazzaville sowie die Departements Likouala und Plateaux. Übertragen wird sie über Wasser und rohe Lebensmittel.
  • Flussblindheit, eine Augenkrankheit durch KriebelmückenAuf dem Land in der Nähe schnell fließender Flüsse, wo die Kriebelmücken leben. Sie stechen tagsüber; das Risiko steigt bei längeren Aufenthalten.
  • Schlafkrankheit, übertragen von der TsetsefliegeIn Wildparks und auf dem Land. Die Fliege sticht tagsüber und wird von grellen und von dunklen Farben angezogen, tragen Sie deshalb Kleidung in mittleren Farbtönen.

Medizinische VersorgungDie Versorgung ist nicht mit Europa vergleichbar, auch in Brazzaville und Pointe-Noire nicht.

Für alles außer der einfachsten Behandlung muss man ausgeflogen werden. Die Versicherung sollte den Krankenrücktransport im Ambulanzflugzeug ausdrücklich abdecken.

KrankenversicherungDie gesetzliche Krankenkasse zahlt hier nichts — ohne Auslandskrankenversicherung trägt man jede Behandlung selbst.

ApothekenApotheken gibt es in Brazzaville und Pointe-Noire.

Außerhalb der großen Städte fehlen Medikamente oft. Prüfen Sie vor dem Kauf das Haltbarkeitsdatum.

Wikivoyage · CC BY-SA

Wie ist es mit Kindern?

Schon für Babys ab neun Monaten ist der Gelbfieber-Nachweis Voraussetzung für die Einreise. Für Kinder gilt zusätzlich: Malaria hat im ganzen Land ganzjährig ein hohes Risiko. Wegen der vielen freilaufenden Hunde wird bei ihnen eher zur Tollwutimpfung geraten.

Wann ist geschlossen?

Die nächsten zwölf Monate11 Termine, an denen vieles ruht

  • Allerheiligen01. Nov.
  • Tag der Republik28. Nov.
  • Weihnachten25. Dez.
  • Neujahr01. Jan.
  • Ostersonntag28. März

Die gesetzlichen Feiertage der nächsten zwölf Monate, auf den Tag genau. Regional kann mehr geschlossen sein, als hier steht.

6 weitere
  • Ostermontag29. März
  • Tag der Arbeit01. Mai
  • Christi Himmelfahrt06. Mai
  • Pfingstmontag17. Mai
  • Fête de la Réconciliation10. Juni
  • Nationalfeiertag15. Aug.

date.nager.at

Geschäftlich Nur für Geschäftsreisen

Wie tickt das Geschäftsleben?

Beziehung vor Vertrag

Persönliche Beziehungen entscheiden, und für den persönlichen Besuch gibt es keinen Ersatz. Wer nur schreibt und telefoniert, kommt nicht weiter; einheimische Geschäftspartner öffnen Türen und erklären den Markt.

Rahmen und Verhandlung

VerhandelnDer Weg zum Abschluss folgt eigenen Regeln.

Er lässt sich mit europäischem Zeitmanagement nicht steuern. Behördenwege dauern, und Geduld hilft mehr als Druck. Verhandelt und präsentiert wird auf Französisch; Englisch beherrschen nur wenige mehr als oberflächlich.

ArbeitswocheMo–Fr, offiziell 8 bis 17 Uhr; tatsächlich fängt der Tag gegen 7.30 Uhr an, viele Büros schließen schon um 14 Uhr

PünktlichkeitVon Ihnen wird Pünktlichkeit erwartet und geschätzt.

Die Termine selbst beginnen aber selten pünktlich, und oft braucht es mehrere Anläufe, um den gewünschten Gesprächspartner überhaupt anzutreffen.

KleidungZum Termin gehört Geschäftskleidung, auch bei der Hitze.

Brazzaville ist die Heimat der „Sape“, der Gesellschaft der Stimmungsmacher und eleganten Leute, die in Maßanzügen durch die Straßen zieht.

Wie spricht man sich an?

Man spricht sein Gegenüber mit dem Nachnamen an, nicht mit dem Vornamen. Zur Anrede gehört der Titel: „Bonjour Monsieur le Directeur Général“ oder „Bonjour Madame la Ministre“.

BegrüßungZur Begrüßung gibt man sich die Hand. Wer im Raum älter ist, wird immer zuerst begrüßt.

VisitenkarteVisitenkarten tauscht man mit jedem am Tisch aus.

Gereicht wird mit der rechten Hand, denn die linke gilt vor allem bei Muslimen als unrein.

Was zählt beim Geschäftsessen?

Geschäftliches bespricht man in den gehobenen Restaurants und Hotels: Dorthin geht man eher fürs Geschäft als für die Küche, ins einfache „nganda“ eher zum Reden.

Was schenkt man?

Üblich, aber kein Muss

Im GeschäftÜblich, aber kein Muss

Kleine Geschenke werden so selbstverständlich getauscht wie Visitenkarten.

Kleine Geschenke gehören zum Termin dazu, ähnlich selbstverständlich wie der Austausch der Visitenkarten.

RahmenKlein

Womit tritt man ins Fettnäpfchen?

  • Ohne Französisch zum Termin kommenVerhandelt und verwaltet wird auf Französisch; Englisch spricht kaum ein Gesprächspartner. Ohne eigene Französischkenntnisse nimmt man besser einen Dolmetscher des Vertrauens mit.
  • Den Ältesten im Raum nicht zuerst begrüßenDie Begrüßungsreihenfolge richtet sich nach dem Alter. Wer beim Händeschütteln bei der falschen Person anfängt, fällt sofort auf.
  • Einen Behördentermin auf den Nachmittag legenÄmter sind auf dem Papier auch nachmittags geöffnet, erledigt wird das Wichtige aber am Vormittag. Der Arbeitstag beginnt gegen 7.30 Uhr, und viele Büros machen schon um 14 Uhr Schluss.

Wenn etwas passiert Notruf, Vorwahl und deutsche Vertretung

Angaben ohne Gewähr und ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Verbindlich sind allein die Hinweise des Auswärtigen Amts und die Auskunft der zuständigen Vertretung.