Niger Briefing

Sortiert nach dem Ablauf einer Reise: was vorher zu klären ist, was bei der Ankunft zählt, und was vor Ort anders läuft als zu Hause.

Geschäftlich sortiert um und blendet nichts aus.

Lohnt sich die Reise? Sicherheit, Wetter, Kosten

Wie ist die Sicherheitslage?

Reisewarnung

Stufe 3 von 3Reisewarnung

Von Reisen wird ausdrücklich gewarnt.

Aktuell beim Auswärtigen Amt

Sicherheitslage in Niamey

Niger unterliegt einer Reisewarnung des Auswärtigen Amts. In der Hauptstadt Niamey und in den Regionen Tillabéri, Dosso, Tahoua und Diffa besteht ein hohes Risiko für Terroranschläge, Entführungen und bewaffnete Überfälle, insbesondere in Grenzgebieten zu Mali, Burkina Faso, Benin, Nigeria und Tschad. Das Personal der Deutschen Botschaft wurde verlegt und kann keine konsularische Hilfe gewährleisten.

GrenzgebieteZu Benin, Burkina Faso, Mali, Nigeria und Tschad: Reisewarnung

StandDas Amt hat die Seite am 31. August 2026 zuletzt geändert

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In nördlichen Landesteilen stellen Landminen eine zusätzliche Gefahr dar.

Auswärtiges Amt · Auf der Karte ansehen Ausführliche Lage

Wie ist das Wetter?

Am wärmsten ist es im April mit im Mittel 42 °C, am kühlsten im Januar mit 33 °C. Am meisten regnet es Juli bis September. Am trockensten ist es Oktober bis April.

Gemessen an der Wetterstation Diori Hamani, 9 km entfernt.

Alle Zahlen für Niamey
Klima-Normalwerte für Niamey, Mittel aus zehn Jahren (2015 bis 2024), gemessen an der Wetterstation DIORI HAMANI
MonatJanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Tag °C333640424138353335383733
Nacht °C172025282927252425252118
Regentage00013710138200
Bewölkung %222358627172748159412422
Luftfeuchte %201617233853657776593426

Mittelwerte aus zehn Jahren (2015–2024), nicht die Vorhersage. Quellen: NOAA (Stationsmessungen) · NASA POWER

Vor dem Abflug Was Wochen vorher erledigt sein will

Was brauche ich zur Einreise?

Einreise- und Zollbestimmungen können sich kurzfristig ändern. Bitte erkundigen Sie sich bei den Vertretungen Ihres Ziellandes nach aktuellen Bestimmungen.

GeschäftlichEin Visum braucht man auch für einen einzigen Termin; an der Grenze wird keines ausgestellt. Deutsche beantragen es seit August 2025 nur noch bei Nigers Botschaft in Genf. Dazu gehört ein Auftragsbrief der eigenen Firma mit Name und Telefonnummer des Ansprechpartners in Niger.

Auswärtiges Amt

Passt mein Stecker?

Typ A
Typ B
Typ C
Typ D
Typ E
Typ F

Aus Deutschland und ÖsterreichKein Adapter nötig

Aus der SchweizNur flache Stecker

Spannung220 V, wie zu Hause

Steckertypen aus Wikidata

Welche Impfungen braucht man?

Pflichtimpfung nötig

VorgeschriebenGelbfieber-Impfung ab neun Monaten für alle Einreisenden, der Impfausweis wird bei der Ankunft geprüft

EmpfohlenHepatitis A · Kinderlähmung (Polio) · Hirnhautentzündung durch Meningokokken (ACWY) · Typhus · Tollwut · Hepatitis B

Die übliche Empfehlung, keine ärztliche. Was für Sie gilt, klärt eine reisemedizinische Beratung.

Was gehört ins Gepäck?

  • Internationaler Impfpass mit Gelbfieber-EintragOhne ihn kommt man nicht ins Land — er wird bei der Ankunft kontrolliert. Schon für den Visumantrag verlangt die Botschaft eine Kopie.
  • Versicherung, die den Rückflug im Krankheitsfall zahltSchwere Fälle müssen nach Europa ausgeflogen werden. Ohne Versicherung zahlt man Behandlung und Rückflug selbst.
  • Eine Kopie von Pass und Visum, getrennt aufbewahrtBei verschärften Sicherheitskontrollen bei der Ankunft haben die Behörden Pässe schon mehrere Tage einbehalten. Dann hilft eine Kopie weiter.
3 weitere
  • Mückenschutz, lange Kleidung und ein MoskitonetzMalaria gibt es das ganze Jahr über im ganzen Land, dazu Denguefieber. Die Mücken stechen auch tagsüber.
  • Reiseapotheke und die eigenen MedikamenteAußerhalb der großen Städte fehlt vielerorts medizinisches Fachpersonal, und gefälschte Medikamente sind im Umlauf.
  • Sonnenschutz und ein Tuch für Mund und NaseVon November bis März weht der „Harmattan“, ein staubiger Wind aus der Sahara. Die Luft wird schlecht und die Sicht ebenso; empfindliche Atemwege merken das sofort.

Die ersten Stunden Geld, Netz, Fortbewegung

Wie bezahlt man?

Bargeld

Niger ist ein Bargeldland. Karten werden selbst in Hotels und Restaurants nur selten genommen. Wer mehr als eine Million CFA-Franc wechseln will, braucht die Erlaubnis des Finanzministeriums; jede große Bank besorgt sie.

1 €656 XOF

1.000 XOF1,52 €

Fester Kurs — die Währung ist an den Euro gebunden

Als ReisenderVor Banken und Geldautomaten wurden Menschen überfallen. Heben Sie nie nachts auf der Straße Geld ab.

Abheben und Handeln

Geld abhebenNur wenige Geldautomaten, und die fast alle in Niamey.

Am ehesten findet man sie in großen Hotels.

HandelnAuf Märkten und bei Taxis, sonst feste Preise

Vorher besorgenBargeld in kleinen Euro-Scheinen. Hotels und Banken tauschen Euro in CFA-Franc.

Handy, Netz und Apps: Was braucht man?

Praktisch

Organic MapsDie Landkarte vorher aufs Handy laden und ohne Netz benutzen. Außerhalb der großen Städte und in der Wüste gibt es kein Handynetz.Google ÜbersetzerSprachpaket vorher laden, dann geht es offline

Das Mobilfunknetz trägt in den größeren Städten, schnelles Internet vor allem in Niamey. Auf dem Land und in der Wüste gibt es oft gar keinen Empfang, dazu weder Ärzte noch Wasser.

Mobilfunknetzin Städten gut

Wie kommt man herum?

Die großen Städte sind durch Teerstraßen verbunden. Auf den Fernstraßen stehen Polizei-Kontrollposten; dort hält man an und zeigt seine Papiere. Nach einem Unfall geht man zur nächsten Polizeistation und lässt ein Protokoll aufnehmen.

Bezahlen unterwegsFast alle befestigten Straßen sind mautpflichtig, und Sammeltaxis nehmen nur Bargeld. Kleine Scheine bereithalten.

Roller und MotorradAuf dem Motorrad ist in Niamey ein Helm Pflicht. Wer ohne fährt, zahlt 5.000 CFA-Franc.

In der PraxisZum Autofahren muss man mindestens 23 Jahre alt sein, und für Alkohol am Steuer gilt die Grenze null. In Niamey ist der Sicherheitsgurt Pflicht; ohne Gurt drohen 10.000 bis 50.000 CFA-Franc.

Was fährt

Das Straßennetz ist 10.000 km lang. Lediglich 800 km davon sind befestigt. Nahezu alle befestigen Straßen sind mautpflichtig. Insbesondere in der Wüste sind die in den Karten eingezeichnet Straßen meist nur Pisten, d. h.

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Vor Ort Verhalten, Gespräch, Essen, Gesundheit

Welche Sprache spricht man?

Französisch

EnglischWenig verbreitet

Mit Englisch kommt man nur in wenigen großen Hotels in Niamey weiter. Französisch ist Amtssprache, wird aber vor allem in der Hauptstadt gesprochen; im Alltag hört man Hausa und Zarma.

6 Wörter, die weiterhelfen
Hallo, auf Hausa Sannu
Danke, auf Hausa Na gode
Bis später, auf Hausa Sai anjima
Hallo, auf Zarma Fofo
Mir geht es gut, auf Zarma Bani samay
Bis später, auf Zarma Kala a tonton

Wer unsicher ist, zeigt das Wort — am Taxifenster oder am Schalter.

Worauf muss man achten?

  • Erst grüßen, dann alles andereVor jedem Anliegen wird gegrüßt, und zwar jeder in der Runde. Auf die Frage, wie es geht, antwortet man immer erst positiv, auch wenn es einem schlecht geht.
  • Nur die rechte Hand benutzenGegessen und gereicht wird mit der rechten Hand. Zur Begrüßung legt man sie erst kurz auf die Brust und reicht sie dann.
  • Vor jedem Foto fragenFragen Sie Menschen immer vorher, besonders Kameltreiber, Marktverkäuferinnen und ältere Leute. Viele finden es anstößig, ungefragt fotografiert zu werden.

Allein reisende FrauenMit Belästigungen und Beschimpfungen muss man rechnen.

5 weitere Regeln
  • Bedeckte Kleidung tragenKeine kurzen Hosen, keine Röcke über dem Knie, keine Trägershirts. Ein Kopftuch müssen Frauen nicht tragen, zu enge oder zu kurze Sachen gelten aber als unpassend.
  • Kleine Aufmerksamkeiten annehmenTee, ein Getränk, ein kleines Mitbringsel: Gäste gut zu versorgen ist eine Ehrensache. Zu oft abzulehnen kränkt.
  • „Anasara“ gelassen nehmen„Anasara“ kommt aus dem Arabischen und heißt in den meisten Landessprachen schlicht „Fremder“. Kinder rufen es Fremden hinterher; eine Beleidigung ist es nicht.
  • Im Ramadan tagsüber nichts auf der Straße essenIm Fastenmonat isst, trinkt, raucht und kaut man tagsüber in der Öffentlichkeit nichts, auch keinen Kaugummi. Laute Musik, Tanzen und Fluchen bleiben ebenfalls aus.
  • Nach einem „cadeau“ gefragt werden„Cadeau“ ist französisch für Geschenk. Fast jeder, den man außerhalb des Hotels anspricht, bittet darum; wer jedes Mal gibt, macht es allen schwerer, die im Land arbeiten.

Was ist verboten?

  • Militär, Flughafen und Brücken fotografierenVerboten sind Aufnahmen von militärischen Anlagen, Regierungsgebäuden, dem Präsidentenpalast, Botschaften, Häfen, Rundfunkstationen und Brücken — auch der Kennedy-Brücke in Niamey. Menschen in Uniform ebenso wenig.
  • Fossilien und Pfeilspitzen mitnehmenFossilien, Mineralien, bearbeitete Steine, Pfeilspitzen und andere archäologische Funde darf man weder sammeln noch ausführen. Zoll, Polizei und Gendarmerie setzen das streng durch; es droht mindestens eine hohe Geldstrafe samt Einzug der Stücke.
  • Ohne Ausweis unterwegs seinDie Behörden können jederzeit den Ausweis sehen wollen, meist den Reisepass oder die Aufenthaltskarte. Wer außerhalb der größeren Städte fährt, wird fast sicher danach gefragt.

Verbindlich ist allein die Auskunft der zuständigen Vertretung.

3 weitere
  • Ein Glas trinken und fahrenFür Alkohol am Steuer gilt die Grenze null.
  • Drogen, auch nur für sich selbstSchon für den Konsum drohen bis zu zehn Jahre Haft und eine Geldstrafe bis zu einer Million CFA-Franc. Dazu kann ein Aufenthaltsverbot von fünf bis zehn Jahren verhängt werden.
  • Im Netz über Behörden oder Personen herziehenFür Beleidigung oder üble Nachrede auf elektronischem Weg drohen ein bis drei Jahre Haft. Wer Daten verbreitet, die die öffentliche Ordnung stören können, dem drohen zwei bis fünf Jahre — auch dann, wenn die Angaben stimmen.

Wo darf man rauchen?

In öffentlichen Räumen verboten

Nirgends in geschlossenen Räumen, in die Publikum kommt: Restaurants, Bars, Hotels, Kinos, Stadien, Flughäfen, Bibliotheken, Museen, Hörsäle. Auch in Bussen sowie in Stadt- und Überlandtaxis ist Rauchen verboten. Erlaubt ist es nur an eigens ausgewiesenen Raucherplätzen.

BußgeldWer trotz Verbot raucht, dem drohen nach dem Tabakgesetz 5.000 CFA-Franc.

In Niamey zieht die Stadt denselben Betrag als festes Bußgeld ein.

Worüber spricht man?

Gute Themen

  • Gesundheit, Familie und Arbeit — danach fragt man beim Grüßen ohnehin
  • Religion: darüber spricht man offen, Streit darüber ist selten
  • Essen und Tee
Besser nicht
  • Verleumdung und Beleidigung in sozialen Netzwerken
  • Im Netz etwas verbreiten, das Unruhe stiften kann
Gesten, Humor, Abstand

Körperlicher AbstandBeim Reden steht man dicht beieinander und spricht leise.

Dass sich zwei Männer dabei an der Hand fassen, ist ein Zeichen von Freundlichkeit.

Wie isst und trinkt man?

Zu Abend isst man meist erst nach 20 Uhr.

  • Aus einer gemeinsamen Schüssel essenDas Essen kommt in einer Schüssel in die Mitte. Jeder nimmt sich mit der rechten Hand, manchmal auch mit einem Löffel.
  • Die Schuhe vor dem Wohnraum ausziehenIn Innenräumen trägt man keine Schuhe.
Höflich ablehnen

EssenWer etwas nicht essen möchte, bedankt sich („Na gode“) und sagt, er sei satt.

Das gilt als höfliche Antwort.

LeitungswasserIn Niamey gilt das Leitungswasser den Behörden zwar als sauber.

Trinken Sie trotzdem nur Wasser aus der Flasche oder abgekochtes Wasser, und nehmen Sie keine Eiswürfel.

Alkohol, vegetarisch, weitere Regeln
  • Bei Festen essen Männer, Frauen und Kinder getrenntAn Feiertagen essen benachbarte Großfamilien zusammen, die Gruppen aber jeweils für sich.
  • Hirse ist das tägliche GrundnahrungsmittelÜblich ist fester Hirsebrei mit einer Soße aus Okra, Baobabblättern, Erdnuss oder Tomate. Reis gilt als Essen für besondere Anlässe.
  • „Kilishi“ ist der bekannteste Imbiss„Kilishi“ ist dünn geschnittenes Trockenfleisch vom Rind, gewürzt. Es gibt es pur, mit Erdnuss oder scharf, meist am Straßenstand.

AlkoholAlkohol ist außerhalb des Ramadan geduldet, es gibt ein einheimisches Bier.

Trinken Sie nur im Hotel oder in einer Bar, nicht öffentlich.

VegetarischAm Straßenstand gibt es viel ohne Fleisch: „fari masa“ (frittierte Teigbällchen), „chichena“ (dasselbe aus Bohnenmehl) und Teller mit Bohnen oder Erbsen.

Was ist gesundheitlich zu beachten?

  • Malaria, ganzjährig hohes Risikoim südlichen Drittel des Landes, auch in Niamey und Tahoua
  • Hirnhautentzündung durch Meningokokkenlandesweit, die meisten Fälle in der Trockenzeit von Dezember bis April
  • Bilharziose, eine Wurmkrankheit aus Süßwasserin allen Flüssen und Seen; nicht baden, auch nicht in fließendem Wasser

Medikamente einführenMedikamente gehören in die Originalpackung mit Originaletikett, dazu ein Rezept mit den Wirkstoffnamen. Nehmen Sie nur mit, was Sie wirklich brauchen.

Versorgung und Apotheke

Für den Niger ist eine Gelbfieberimpfung vorgeschrieben (der internationale Impfausweis wird bei der Einreise kontrolliert). Das Land bietet fast das gesamte Spektrum an Tropenkrankheiten.

  • Denguefieberlandesweit, übertragen von Mücken, die auch am Tag stechen
  • Kinderlähmung (Polio)landesweit; das Virus ist im Land nachgewiesen worden
  • Tollwut durch Hunde, Affen und Flughundelandesweit; Impfstoff und Gegenmittel sind vor Ort nicht zu bekommen

Medizinische VersorgungDie Versorgung ist nicht mit Deutschland vergleichbar, auch nicht in Niamey.

Notfälle und Grundversorgung leisten die großen staatlichen Krankenhäuser und einige Privatkliniken; planbare Eingriffe gehören nach Europa.

KrankenversicherungDie gesetzliche Krankenkasse zahlt hier nichts — ohne Auslandskrankenversicherung trägt man jede Behandlung selbst.

ApothekenDie Apotheken führen die wichtigsten Standardmedikamente.

Kaufen Sie nie Medikamente auf der Straße: gefälschte Mittel mit unsicherem Inhalt sind im Umlauf.

Wikivoyage · CC BY-SA

Wie ist es mit Kindern?

Familien sind groß, und die Großfamilie wohnt meist zusammen in einem Gehöft. Beim Grüßen fragt man deshalb immer auch nach der Familie. Zärtlichkeiten zwischen Mann und Frau zeigt man in der Öffentlichkeit nicht, auch kein Händchenhalten.

Wann ist geschlossen?

Die nächsten zwölf Monate7 Termine, an denen vieles ruht

  • Nigerien Republic Day18. Dez.
  • Weihnachten25. Dez.
  • Neujahr01. Jan.
  • Ostermontag29. März
  • Concord Day24. Apr.

Die gesetzlichen Feiertage der nächsten zwölf Monate, auf den Tag genau. Regional kann mehr geschlossen sein, als hier steht.

2 weitere
  • Tag der Arbeit01. Mai
  • Nigerien Independence Day03. Aug.

date.nager.at

Geschäftlich Nur für Geschäftsreisen

Wie tickt das Geschäftsleben?

Beziehung vor Vertrag

Vor dem Geschäft steht das Kennenlernen: Besuche und gemeinsame Mahlzeiten gehören dazu. Wer drängt, zerstört das Vertrauen in seine Absichten.

So klingt ein NeinWiderspruch und ein klares Nein gelten als unhöflich; ein Gespräch soll freundlich bleiben. Erwarten Sie deshalb auch keine offene Kritik an Ihrem Angebot.

KommunikationIndirekt Ablehnung kommt als Zögern oder Ausweichen — ein „schwierig" ist ein Nein.

Rahmen und Verhandlung

VerhandelnMan will die Ware sehen und anfassen, bevor man sich bindet — und sei das Produkt noch so einfach.

Bringen Sie Muster mit, nicht nur Prospekte.

ArbeitswocheMo–Fr; Behörden 8–12.30 und 14.30–18 Uhr, Privatfirmen 8–12 und 14–17 Uhr

PünktlichkeitVon Ihnen wird Pünktlichkeit erwartet.

Umgekehrt fangen Termine oft später an als abgemacht; mit Ungeduld kommt man nicht weiter.

Wie spricht man sich an?

Gegrüßt wird nach Alter: In einer Runde fängt der Jüngste an und arbeitet sich zum Ältesten vor. Wer schroff oder sehr direkt anredet, gilt als unhöflich.

BegrüßungMan legt die rechte Hand kurz auf die Brust und reicht sie dann zum Händedruck.

Beim Abschied gibt man erneut die Hand.

Blick und Abstand

BlickkontaktDirekter Blickkontakt ist erwünscht.

Die Stimme hebt man dabei nicht — laut zu werden gilt als grober Fehler.

Was zählt beim Geschäftsessen?

Zum Besuch gehört Tee in drei Runden: jede wird schwächer und süßer. Wer höflich sein will, bleibt für alle drei.

TellerDas Essen steht in einer gemeinsamen Schüssel in der Mitte; jeder nimmt sich mit der rechten Hand.

AblehnenDen Tee auszuschlagen oder nach der ersten Runde aufzustehen gilt als unhöflich.

Was schenkt man?

Üblich, aber kein Muss

Im GeschäftÜblich, aber kein Muss

Ein Geschenk hat in Westafrika hohen Stellenwert und ist jederzeit willkommen; oft wird sogar eines erwartet.

Auf keinen FallAlkohol und alles vom Schwein. Fast alle Menschen in Niger sind Muslime und rühren beides nicht an.

RahmenGeschenke sind oft erwartet

ÜbergabeEin Geschenk nimmt man mit der rechten Hand an; die linke gilt als unrein.

Womit tritt man ins Fettnäpfchen?

  • Ärger zeigenFreundliches Auftreten zählt im Alltag sehr viel. Zeichen von Unmut können als Rassismus ausgelegt werden und kosten auf jeden Fall Ansehen.
  • Beim Gruß auf Abstand gehenHändeschütteln, Händehalten und Umarmungen zwischen Männern sind hier tief verwurzelt, und beim Reden steht man nah beieinander.
  • Einer Frau ungefragt die Hand gebenMuslimische Männer geben Frauen nicht die Hand. Warten Sie ab, ob Ihnen die Hand gereicht wird, und grüßen Sie sonst mit Worten.

Wenn etwas passiert Notruf, Vorwahl und deutsche Vertretung

Wo hilft die Botschaft?

Deutsche Botschaft Niamey

71, Avenue Djibo Bakary, Niamey

Stand 09/2026 · Auswärtiges Amt

Angaben ohne Gewähr und ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Verbindlich sind allein die Hinweise des Auswärtigen Amts und die Auskunft der zuständigen Vertretung.