Neuseeland Briefing

Sortiert nach dem Ablauf einer Reise: was vorher zu klären ist, was bei der Ankunft zählt, und was vor Ort anders läuft als zu Hause.

Geschäftlich sortiert um und blendet nichts aus.

Lohnt sich die Reise? Sicherheit, Wetter, Kosten

Wie ist die Sicherheitslage?

Hinweise des Auswärtigen Amts

Stufe 0 von 3Reisewarnung

Reisen uneingeschränkt möglich, keine Hinweise des Auswärtigen Amts.

Neuseeland ist insgesamt sicher, mit niedriger Gewaltkriminalität. Kleinkriminalität wie Taschendiebstahl und Fahrzeugaufbrüche kommen an touristischen Orten vor. Das Land liegt in einer seismisch aktiven Zone mit Risiken durch Erdbeben, Vulkane, Tropenstürme (November–April) und Busch-/Waldbrände.

StandDas Amt hat die Seite am 07. Juli 2026 zuletzt geändert

Auswärtiges Amt · Auf der Karte ansehen Ausführliche Lage

Wie ist das Wetter?

Am wärmsten ist es im Januar mit im Mittel 25 °C, am kühlsten im Juli mit 15 °C. Am meisten regnet es April bis November. Auf angenehme 22 °C kommt das Meer Februar.

Gemessen an der Wetterstation Auckland Aero Aws, 17 km entfernt.

Alle Zahlen für Auckland
Klima-Normalwerte für Auckland, Mittel aus zehn Jahren (2015 bis 2024), gemessen an der Wetterstation AUCKLAND AERO AWS
MonatJanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Tag °C252524211816151617192123
Nacht °C16161513109889111315
Wasser °C212221201816151415161820
Regentage7881013141514141098
Bewölkung %555455575761616163666361
Luftfeuchte %757576798285858482807776

Mittelwerte aus zehn Jahren (2015–2024), nicht die Vorhersage. Quellen: NOAA (Stationsmessungen) · NASA POWER · NOAA OISST (Wassertemperatur)

Was kostet ein Tag?

Etwa wie Deutschland

Richtwerte pro Person und Tag ohne Anreise.

Sparsam Hostel oder einfaches Zimmer, Garküche, Bus 55 €
Mittel Mittelklassehotel, Restaurant, gelegentlich Taxi 115 €
Komfort Gutes Hotel, gehobene Küche, Mietwagen oder Fahrer 230 €

Alle Länder auf derselben Skala bis 320 €, damit die Balken zwischen zwei Briefings vergleichbar sind. Der senkrechte Strich ist Deutschland: 50 · 110 · 220 € am Tag.

Vor dem Abflug Was Wochen vorher erledigt sein will

Was brauche ich zur Einreise?

Reisepass nötig · Visumfrei bis 3 Monate

ReisepassPersonalausweisKinderreisepassVorläufiger ReisepassVorläufiger Personalausweis

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise und den Aufenthalt von bis zu drei Monaten als Tourist oder Geschäftsreisender kein Visum, müssen jedoch im Besitz eines Rück- oder Weiterflugtickets sein und auf Verlangen der Einreisebehörde den Nachweis über genügend Mittel zur Finanzierung des Aufenthalts vorlegen können. Sie benötigen weiterhin eine elektronische Einreisegenehmigung NZeTA.

Amtliche AntragsseiteNZeTA — nzeta.immigration.govt.nz, keine andere Adresse.

Vorsicht beim AntragDie elektronische Einreisegenehmigung NZeTA gibt es nur über die amtliche Seite und die amtliche App, die Einreise-Erklärung kostenlos über travellerdeclaration.govt.nz. Nachgebaute Seiten verlangen ein Vielfaches und können einen Antrag weder vorziehen noch beschleunigen.

GeschäftlichMit der elektronischen Einreisegenehmigung NZeTA sind Geschäftstermine bis drei Monate im Jahr gedeckt: verkaufen, einkaufen, Verhandlungen über Aufbau oder Ausweitung eines Geschäfts, anerkannte Handelsmissionen. Alles andere braucht ein Arbeitsvisum.

BedingungenRück-/Weiterreiseticket

Auswärtiges Amt

Passt mein Stecker?

Adapter nötig

Typ I

Spannung230 V, wie zu Hause

Steckertypen aus Wikidata

Welche Impfungen braucht man?

Keine Pflichtimpfung

EmpfohlenStandardimpfungen nach dem deutschen Impfkalender, insbesondere Masern · Hepatitis A · Bei längerem Aufenthalt oder besonderem Risiko: Hepatitis B

Die übliche Empfehlung, keine ärztliche. Was für Sie gilt, klärt eine reisemedizinische Beratung.

Was gehört ins Gepäck?

  • Steckdosenadapter Typ IDer deutsche Stecker passt hier nicht.
  • Saubere WanderschuheSchuhe, Zelt und Campingausrüstung müssen bei der Einreise angegeben werden und frei von Erde und Samen sein. Wer sie vorher bürstet, spart sich die Inspektion.
  • Sonnenschutz mit hohem FaktorDie UV-Spitze liegt rund 40 Prozent über der auf vergleichbarer Breite nördlich des Äquators. Hut und Sonnenbrille gehören dazu.
3 weitere
  • Insektenschutz gegen SandfliegenAn der Westküste der Südinsel und in Fiordland sind sie eine Plage; die Stiche jucken tagelang nach.
  • Regen- und Windjacke, auch im SommerDas Wetter kippt binnen einer Stunde, in den Bergen erst recht. Vier Jahreszeiten an einem Tag ist keine Redensart.
  • Reisepass als AltersnachweisFür Alkohol und Tabak wird ab jugendlichem Aussehen ein Ausweis verlangt, und von ausländischen Papieren zählt allein der Reisepass.

Die ersten Stunden Geld, Netz, Fortbewegung

Wie bezahlt man?

Karte · kontaktlos · Bargeld

An gesetzlichen Feiertagen verlangen viele Cafés und Restaurants einen Aufschlag, weil das Personal dann den anderthalbfachen Lohn bekommt. Der Aufschlag muss vorher ausgeschildert sein. Der Ostersonntag ist kein gesetzlicher Feiertag — dort trägt diese Begründung nicht.

1 €2,01 NZD

10 NZD4,98 €

EZB-Referenzkurs, täglich

TrinkgeldNicht üblich

Trinkgeld ist nicht üblich und wird eher misstrauisch aufgenommen. Bedienung und Steuer stecken im ausgezeichneten Preis.

Als ReisenderKleine Läden, Imbisse und Cafés ohne Alkohol haben oft ein Kartengerät (EFTPOS) mit dem Aufkleber „no credit“: Es nimmt nur neuseeländische Karten. Bei einer ausländischen Debitkarte wählt man am Gerät „Credit“, nicht „Cheque“ oder „Savings“.

Abheben und Handeln

Geld abhebenGeldautomaten und Kartenzahlung funktionieren fast überall.

Banken nehmen keine Schecks mehr an, auch keine Reiseschecks.

Handy, Netz und Apps: Was braucht man?

Praktisch

NZeTADie Einreisegenehmigung NZeTA beantragen, bevor man fliegt. Über die App ist sie günstiger als über die Webseite. Bis zu zehn Personen gehen in einen Antrag.UberIn Auckland, Wellington, Christchurch, Queenstown und vielen kleineren Orten ein Auto rufen.GeoNet QuakeSehen, wo in Neuseeland ein Erdbeben war und welcher Vulkan eine Warnstufe hat. Das Auswärtige Amt verweist für Erdbeben und Vulkane auf GeoNet.Plan My WalkVor einer Wanderung nachsehen, ob der Weg offen ist und was man mitnehmen sollte. Die Meldungen zu gesperrten Wegen kommen von der Naturschutzbehörde. Den Tourenplan kann man an einen Notfallkontakt schicken.

SIM-Karten und eSIM gibt es bei den Anbietern One, Spark und 2degrees. Im Hinterland und auf See ist das Netz laut Polizei nicht verlässlich. Für Touren empfiehlt die Polizei einen angemeldeten Notfallsender; man kann ihn auch mieten statt kaufen.

Mobilfunknetzin Städten gut

Wie kommt man herum?

Einspurige Brücken sind beschildert: rotes Kreisschild heißt warten, blaues Rechteck mit Pfeil heißt Vorfahrt. Viele Autovermieter verbieten die Fähre über die Cook-Straße — üblich ist, den Wagen am einen Fährhafen abzugeben und am anderen einen neuen zu nehmen.

LinksverkehrBeim Überqueren zuerst nach rechts schauen.

Bezahlen unterwegsUnbemannte Tankstellen laufen rund um die Uhr, nehmen aber fast nur Karte mit PIN und selten Bargeld. Bemannte Stationen schließen meist gegen 22 Uhr.

FührerscheinAusländische Führerscheine werden für einen Zeitraum von längstens einem Jahr ab Einreise anerkannt, müssen aber mit einer beglaubigten Übersetzung in englischer Sprache mitgeführt werden.

Roller und MotorradEine Auto-Fahrerlaubnis deckt in Neuseeland das Moped bis 50 cm³ ab, Helm ist Pflicht. Für alles Größere braucht es die Motorradklasse aus dem Heimatland — die deutsche Klasse B reicht dafür nicht.

In der PraxisDie neuseeländischen Klassen decken sich nicht mit den deutschen: Erlaubt ist nur, was der eigene Führerschein zu Hause erlaubt. Wo die neuseeländische Klasse niedrigere Gewichtsgrenzen hat, gelten diese.

Was fährt

Ein dichtes Netz an Flugverbindungen überzieht Neuseeland. Mit Abstand die größte Airline ist Air New Zealand, die auch Mitglied in der Star Alliance ist.

Wikivoyage · CC BY-SA · Auswärtiges Amt

Vor Ort Verhalten, Gespräch, Essen, Gesundheit

Welche Sprache spricht man?

Englisch, Māori, Gebärdensprache

SchriftOrtsnamen sind meist Māori.

„Wh“ klingt wie ein deutsches F: Whakatāne wird „fakatāne“ gesprochen, nicht „wakatāne“. Die Aussprache kennt fast jeder im Land, auch ohne die Sprache zu sprechen.

EnglischWeit verbreitet

„Tea“ ist je nach Satz das Abendessen, nicht der Tee. „Bring a plate“ heißt: etwas zu essen für alle mitbringen, nicht einen leeren Teller. Gesprochen wird schnell; um langsamer bitten ist kein Problem.

6 Wörter, die weiterhelfen
Hallo, danke, genau kia ora Kia ora
Willkommen (zum Ankommenden) haere mai Haere mai
Tschüss (zum Gehenden) haere rah Haere rā
Bis später mah te wah Mā te wā
Bleib stark kia kaha Kia kaha
Essen kai Kai

Die Lautschrift spricht man, die Landesschrift zeigt man — am Taxifenster oder am Schalter.

Worauf muss man achten?

  • Im Versammlungshaus („Wharenui“) die Schuhe ausziehenIm geschnitzten Versammlungshaus („Wharenui“) auf einem „Marae“, dem Versammlungsplatz einer Māori-Gemeinschaft. Dort wird auch nicht gegessen und getrunken. Die Begrüßungszeremonie „Pōwhiri“ ist ein ernster Anlass; gescherzt wird danach.
  • Der Kopf ist „tapu“ (heilig)Im Umgang mit Māori. Den Kopf eines anderen nicht berühren, nichts darüber hinwegreichen, sich nicht auf ein Kopfkissen setzen.
  • Nicht auf Tische setzenAuf jede Fläche, auf der Essen zubereitet oder serviert wird. Das gilt auch außerhalb eines Marae.
5 weitere Regeln
  • Schilder mit „Rāhui“ (zeitweise Sperre) und „Tapu“ (heilig) beachtenWo ein Schild ein Gebiet sperrt — nach einem Todesfall, gegen das Kauri-Sterben oder zum Schutz der Muschelbänke. Die Sperre spricht der örtliche Māori-Stamm („Iwi“) aus, und mitunter steht sie auch im Gesetz.
  • Schuhe an der Wasch-Station reinigenAn jedem Kauri-Wald im Norden der Nordinsel. Der Erreger des Kauri-Sterbens reist in der Erde an der Schuhsohle mit; auf dem Weg zu bleiben gehört dazu.
  • Zwischen zwei Gewässern prüfen, reinigen, trocknen („Check, Clean, Dry“)Bei Angel-, Tauch- und Wassersportausrüstung. Nass verschlepptes Gerät bringt die eingeschleppte Alge „Didymo“ von einem Fluss in den nächsten.
  • Ein Angebot zweimal aussprechenBeim Einladen und Anbieten. Das erste höfliche Ablehnen gehört dazu — wer es dabei belässt, hat die Einladung zurückgenommen.
  • „Pounamu“ (grüne Jade) nicht für sich selbst kaufenBeim Souvenirkauf. Der grüne Stein („Pounamu“) ist eine Jade und gilt als Geschenk, das jemand einem macht; selbst gekauft verliert er seine Bedeutung.

Was ist verboten?

  • Lebensmittel nicht deklarierenEin vergessener Apfel im Handgepäck kostet sofort 400 neuseeländische Dollar — auch versehentlich, auch aus Unkenntnis. Man gibt deshalb alles in der Einreise-Erklärung an oder wirft es vorher in eine der Tonnen, in denen man Lebensmittel straffrei loswird.
  • Pflanzen sammeln, Tiere fangen, beides ausführenStrafbar ist schon der Versuch, und nicht nur bei akut bedrohten Arten: Geckos, die Papageien Kaka und Kakariki und Orchideen zählen dazu. Auch wer es zum ersten Mal tut, bekommt in der Regel mehrere Monate Haft.
  • Ohne grüne Plakette wild campen („Freedom Camping“)Seit dem 7. Juni 2026 gilt nur noch die grüne Plakette für Fahrzeuge mit fest eingebauter Toilette; blaue Aufkleber sind ungültig, ein tragbares Klo reicht nicht mehr. Ohne die Plakette übernachtet man auf Campingplätzen oder auf Stellplätzen der Naturschutzbehörde DOC.

Verbindlich ist allein die Auskunft der zuständigen Vertretung.

5 weitere
  • Drohne ohne Zustimmung startenVor jedem Start braucht es die Zustimmung des Grundeigentümers oder der verwaltenden Stelle, über Menschen auch deren eigene. Auf Naturschutzland braucht man zusätzlich eine Genehmigung der Naturschutzbehörde DOC — auch für den Urlaubsflug.
  • Passwort am Zoll verweigernDer Zoll darf Laptop und Handy durchsuchen und dafür das Passwort verlangen. Wer es nicht herausgibt, riskiert eine Strafe bis zu 5.000 neuseeländischen Dollar.
  • Alkohol in VerbotszonenIn Innenstädten und an beliebten Stränden gilt zeitweise ein Alkoholverbot — auch das Mitführen der verschlossenen Flasche. Die Polizei lässt ausschütten; wer sich weigert, wird festgenommen.
  • Alkohol am SteuerAb 20 Jahren liegt die Grenze bei 0,05 Prozent Alkohol im Blut, das sind 0,5 Promille; darunter gilt null. Atemtests an Straßensperren sind Routine und treffen zufällig ausgewählte Fahrer.
  • Mehr „Pāua“ (Seeohren, große Meeresschnecken) und Muscheln sammeln als erlaubtFangmenge und Mindestmaß sind je Küstenabschnitt verschieden, und Schalentiere müssen bis zum Verzehr in der Schale bleiben. Die amtliche App „NZ Fishing Rules“ nennt die Grenzen vor Ort; im Meer braucht es keinen Schein.

Wo darf man rauchen?

In öffentlichen Räumen verboten

Rauchen und Dampfen sind drinnen verboten: an jedem Arbeitsplatz, in Lokalen, die Alkohol ausschenken, und in weiteren geschlossenen öffentlichen Räumen. Auf Schul- und Kita-Gelände gilt das auch im Freien. Manche Gemeinden verbieten es zusätzlich in Parks und an Stränden.

E-ZigarettenDrinnen gelten dieselben Regeln wie fürs Rauchen. Einweg-Vapes dürfen seit dem 17. Juni 2025 nicht mehr verkauft oder abgegeben werden — zu kaufen gibt es nur noch wiederaufladbare Geräte.

Worüber spricht man?

Gute Themen

  • Rugby, Cricket und Netball
  • Wanderungen, die eigene Route und das Wetter
  • Das Herkunftsland — danach wird oft und genau gefragt
Besser nicht
  • Neuseeland mit Australien gleichsetzen
  • Eigenes Vermögen und gesellschaftliche Schichten
  • Parteipolitik, solange man sich nicht kennt
Gesten, Humor, Abstand

HumorÜber sich selbst zu spotten ist die übliche Form, bescheiden zu wirken.

Mitspotten darf man; dem Selbstspott des anderen zu heftig zuzustimmen, kränkt.

Körperlicher AbstandBerührt wird wenig.

Eine Hand an Schulter oder Arm zur Betonung geht, alles darüber hinaus kann als Annäherung gelesen werden.

Wie isst und trinkt man?

Die Hauptmahlzeit ist das Abendessen, je nach Haushalt „dinner“ oder „tea“ genannt. An Karfreitag, Ostersonntag, Weihnachten und bis 13 Uhr am Gedenktag ANZAC Day müssen Geschäfte schließen; Cafés, Restaurants, Tankstellen und Nachbarschaftsläden („Dairies“) dürfen öffnen.

  • Am Tresen zahlen, nicht am TischIn Café und Restaurant. Man winkt nicht nach der Rechnung, sondern steht auf und zahlt vorn an der Theke oder an der Bar.
  • „Bring a plate“ nicht wörtlich nehmenBei privaten Einladungen. Gemeint ist eine Platte zum Teilen, etwas größer als die eigene Familienportion.

LeitungswasserLeitungswasser ist in allen Städten trinkbar.

Wasser aus Bach, Fluss und See nicht — Giardien sind im ganzen Land verbreitet.

Alkohol, vegetarisch, weitere Regeln
  • Die Runde heißt „your shout“Beim Trinken in der Gruppe. Wer eine Runde angenommen hat, gibt selbst mindestens eine aus.

AlkoholAb 18, gefragt wird ab jugendlichem Aussehen.

Als Altersnachweis zählen nur der Reisepass, der neuseeländische Führerschein und die neuseeländische Ausweiskarte „Kiwi Access Card“. Der deutsche Personalausweis gilt nicht.

VegetarischCafés und Restaurants haben fast überall etwas Vegetarisches und Glutenfreies auf der Karte.

VeganRein pflanzliche Küche und halal oder koscher findet man außerhalb von Auckland, Wellington und Christchurch nur schwer.

Was ist gesundheitlich zu beachten?

  • UV-StrahlungLandesweit, am stärksten von Oktober bis März. Die Sonne strahlt rund 40 Prozent stärker als auf demselben Breitengrad nördlich des Äquators. Bei UV-Index 12 verbrennt helle Haut in weniger als einer Viertelstunde.
  • Giardien im BachwasserIn Bächen, Flüssen und Seen im ganzen Land. Leitungswasser ist in den Städten einwandfrei; auf Tour wird Bachwasser abgekocht oder gefiltert.
  • SandfliegenAn der Westküste der Südinsel, in Fiordland und an vielen Seen. Die Stiche jucken tagelang nach.

Medikamente einführenAlle Medikamente gehören in die Einreise-Erklärung, mit Rezept und in der Originalpackung. Das gilt besonders für Ephedrin und Pseudoephedrin, die in gängigen deutschen Erkältungsmitteln stecken.

Versorgung und Apotheke

Das Gesundheitssystem in Neuseeland ist gut. Allerdings gibt es in Neuseeland nicht alle in Deutschland erhältlichen Medikamente, so dass dringend benötigte eigene Medikamente mitzubringen sind. Achtung Medikamente müssen bei der Einreise auf dem Einreiseformular (Arrival Card) angemeldet werden. Alle Medikamente, besonders die mit Narkotika/Betäubungsmitteln, müssen mit den entsprechenden Rezepten und den Originalverpackungen mitgebracht und auf Verlangen des Zolls vorgelegt werden. Falls man einen Arzt braucht, muss man zuerst einen Allgemeinarzt (General Practitioner, GP) aufsuchen, der dann die Überweisung an einen Facharzt veranlasst. Ausnahmen sind natürlich akute Notfälle.

  • Wetterumschwung in den BergenAuf allen Bergtouren, auch im Hochsommer. Jacke und Pullover gehören auch bei blauem Himmel in den Rucksack.
  • Erdbeben, Vulkane und TsunamiLandesweit. White Island bleibt seit dem Ausbruch des Whakaari 2019 gesperrt.
  • Zyklone und StarkregenNovember bis April. Erdrutsche und Unterspülungen sperren Straßen und erzwingen weite Umwege.

Medizinische VersorgungUnfallverletzungen zahlt die staatliche Unfallversicherung ACC.

Sie gilt für jeden im Land, unabhängig vom Visum. Krankheit, Rückflug und die Weiterbehandlung zu Hause zahlt sie nicht — dafür braucht es eine eigene Reiseversicherung.

KrankenversicherungDie gesetzliche Krankenkasse zahlt hier nichts — ohne Auslandskrankenversicherung trägt man jede Behandlung selbst.

ApothekenNicht jedes in Deutschland übliche Präparat ist erhältlich.

Was man dringend braucht, bringt man mit.

Wikivoyage · CC BY-SA

Wie ist es mit Kindern?

Im Auto brauchen Kinder bis zum siebten Geburtstag einen zugelassenen Sitz. Eltern müssen auch wissen, was im Gepäck der Kinder steckt: Die Strafe für einen nicht angegebenen Apfel bei der Einreisekontrolle trifft den Erwachsenen.

Wann ist geschlossen?

Die nächsten zwölf Monate22 Termine, an denen vieles ruht

  • Tag der Arbeit26. Okt.
  • Weihnachten25. Dez.
  • Boxing Day28. Dez.
  • Neujahr01. Jan.
  • Day after New Year's Day04. Jan.

Die gesetzlichen Feiertage der nächsten zwölf Monate, auf den Tag genau. Landesweite Termine zuerst; 10 weitere gelten nur in einzelnen Regionen. Regional kann mehr geschlossen sein, als hier steht.

17 weitere
  • Waitangi Day06. Feb. — Nationalfeiertag — Maori-Kulturveranstaltungen
  • Waitangi Day08. Feb.
  • Karfreitag26. März
  • Ostermontag29. März
  • Anzac Day26. Apr.
  • King's Birthday07. Juni
  • Matariki25. Juni
  • Dominion Day28. Sept. — nur in einzelnen Regionen
  • Hawke's Bay Anniversary Day23. Okt. — nur in einzelnen Regionen
  • Marlborough Anniversary Day02. Nov. — nur in einzelnen Regionen
  • Canterbury (North & Central) Anniversary Day13. Nov. — nur in einzelnen Regionen
  • Chatham Islands Anniversary Day / Westland Anniversary Day30. Nov. — nur in einzelnen Regionen
  • Wellington Anniversary Day25. Jan. — nur in einzelnen Regionen
  • Auckland/Northland Anniversary Day / Nelson Anniversary Day01. Feb. — nur in einzelnen Regionen
  • Taranaki Anniversary Day08. März — nur in einzelnen Regionen
  • Otago Anniversary Day22. März — nur in einzelnen Regionen
  • Southland Anniversary Day30. März — nur in einzelnen Regionen

date.nager.at

Geschäftlich Nur für Geschäftsreisen

Wie tickt das Geschäftsleben?

Beziehung und Sache

Das erste Treffen klärt vor allem, ob man verlässlich ist. Danach zählen Zahlen und Belege. Entschieden wird langsam, weil die Fachleute im Haus gefragt werden.

So klingt ein Nein„Yeah, nah“ heißt „eher nicht“, ein „Yeah, right“ im richtigen Ton heißt „auf keinen Fall“. Ein Nein zu etwas Größerem kommt als „I'm not sure“ oder „not really“.

HierarchieEine Anweisung kommt als Frage: „I was wondering if we could do this by lunchtime?“ heißt, bis Mittag fertig. Widersprechen darf jeder im Raum.

KommunikationDirekt in der Sache Beim Inhalt klar, in der Form zurückhaltend.

Rahmen und Verhandlung

VerhandelnGefeilscht wird nicht.

Die erste Zahl sollte die realistische sein; wer hoch einsteigt, um nachzugeben, verliert Vertrauen. Nach der Einigung noch nachbessern zu wollen, beendet die Geschäftsbeziehung.

ArbeitswocheMo–Fr, Büros meist 9 bis 17 Uhr

PünktlichkeitMan kommt pünktlich oder ein paar Minuten früher; Zuspätkommen fällt negativ auf.

Wer den Termin leitet, beginnt zur vereinbarten Zeit.

Kleidung„Smart casual“ heißt gepflegt, aber ohne Anzug.

In den meisten Branchen ist das die Norm, oft in Schwarz und gedeckten Tönen. Anzüge sieht man werktags fast nur in den Innenstädten.

Wie spricht man sich an?

Man stellt sich mit dem vollen Namen vor und wird danach beim Vornamen genannt, auch von der Geschäftsführung. Titel bleiben weg; sie tauchen eher gegenüber Fremden am Schalter oder beim Arzt auf.

BegrüßungFester Händedruck mit Blickkontakt; ein schlaffer wird als Desinteresse gelesen.

Den Māori-Gruß Nase an Nase („Hongi“) bietet man als Gast nicht selbst an — er kommt bei Zeremonien von der anderen Seite. Konferenzen eröffnet mitunter eine Māori-Begrüßungsrede („Mihi Whakatau“).

VisitenkarteKarten werden ohne Förmlichkeit getauscht, oft erst am Ende des Gesprächs.

Digitale Karten sind auf dem Vormarsch.

Blick und Abstand

BlickkontaktBlickkontakt wird gehalten und immer wieder gelöst; ein Dauerblick wirkt prüfend.

Wendet ein Gegenüber mit Māori- oder pazifischem Hintergrund den Blick ab, macht man es genauso.

Was zählt beim Geschäftsessen?

Vor dem Geschäftlichen stehen ein paar Minuten Small Talk, oft bei Kaffee und Kleinigkeiten. Persönliches bleibt außen vor; das Wetter ist die sichere Eröffnung.

AblehnenKleine Angebote lehnt man direkt ab; „No, thanks“ ist nicht unhöflich.

Bei größeren Bitten wird das Nein umschrieben — dann heißt „I'm not sure“ nein.

Wer zahltWer eingeladen hat, übernimmt mitunter alles.

Üblich ist aber, gleichmäßig zu teilen oder jeder zahlt, was er bestellt hat.

Was schenkt man?

Üblich, aber kein Muss

Im GeschäftWird nicht erwartet

Privat eingeladenÜblich, aber kein Muss

Wer in ein Māori-Haus eingeladen ist, bringt auf jeden Fall etwas mit.

Geschenke gehören nicht zum Geschäft. Nach der Einigung ist eines als Glückwunsch willkommen. Beim Besuch eines „Marae“, des Māori-Versammlungsplatzes, gibt stattdessen die entsendende Organisation eine Spende („Koha“).

Auf keinen Fall

  • Geschenk vor der EntscheidungSolange noch verhandelt wird, sieht ein Geschenk nach einem Bestechungsversuch aus.

Rahmenklein und durchdacht statt teuer

ÜbergabeAusgepackt wird meist gleich vor dem Schenkenden.

Kommt das Geschenk von einer Māori-Gruppe, packt man es auf jeden Fall sofort aus.

Womit tritt man ins Fettnäpfchen?

  • In der Besprechung schweigenNach der Meinung wird nicht eigens gefragt. Wer nichts sagt, hat nach hiesiger Lesart keine — das gilt auch für Gäste.
  • Die eigene Leistung herausstellenWer zu groß auftritt, wird mit Spott gebremst; das nennt man hier „Tall Poppy“, die zu hoch gewachsene Mohnblume. Besser sind Belege statt Ankündigungen, und man darf ruhig über sich selbst lächeln.
  • Neuseeland mit Australien in einen Topf werfenDie Gleichsetzung kommt schlecht an. Es ist ein eigenes Land mit eigener Geschichte, kein australischer Bundesstaat.
1 weitere
  • Den kühleren Ton überhörenÄrger wird selten ausgesprochen. Wird ein Gegenüber plötzlich distanziert und betont sachlich, ist das die Beschwerde — nachfragen, bevor die Sache stirbt.

Wenn etwas passiert Notruf, Vorwahl und deutsche Vertretung

Angaben ohne Gewähr und ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Verbindlich sind allein die Hinweise des Auswärtigen Amts und die Auskunft der zuständigen Vertretung.