Mali Briefing

Sortiert nach dem Ablauf einer Reise: was vorher zu klären ist, was bei der Ankunft zählt, und was vor Ort anders läuft als zu Hause.

Geschäftlich sortiert um und blendet nichts aus.

Lohnt sich die Reise? Sicherheit, Wetter, Kosten

Wie ist die Sicherheitslage?

Reisewarnung

Stufe 3 von 3Reisewarnung

Von Reisen wird ausdrücklich gewarnt.

Aktuell beim Auswärtigen Amt

Sicherheitslage in MaliTerrorbedrohung

Mali befindet sich in einem anhaltenden Bürgerkrieg mit massiver Terrorbedrohung durch die Al-Qaida-nahe Gruppe JNIM und andere Rebellenorganisationen. Anschläge sind überall und jederzeit möglich, besonders im Norden, Zentrum (Region Mopti) und zunehmend im Süden sowie in der Hauptstadt Bamako.

GrenzgebieteZu Burkina Faso, Elfenbeinküste und Mauretanien: Reisewarnung

StandDas Amt hat die Seite am 14. September 2026 zuletzt geändert

Weiterlesen

Westliche Personen sind Ziel von Entführungen und gezielten Angriffen; Landminen und Sprengfallen stellen ernsthafte Gefahren dar.

Auswärtiges Amt · Auf der Karte ansehen Ausführliche Lage

Wie ist das Wetter?

Am wärmsten ist es im April mit im Mittel 40 °C, am kühlsten im August mit 31 °C. Am meisten regnet es Juni bis September. Am trockensten ist es November bis April.

Gemessen an der Wetterstation Senou / President Modibo Keita, 9 km entfernt.

Alle Zahlen für Bamako
Klima-Normalwerte für Bamako, Mittel aus zehn Jahren (2015 bis 2024), gemessen an der Wetterstation SENOU / PRESIDENT MODIBO KEITA
MonatJanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Tag °C333639403935323132353634
Nacht °C172023252524222222211817
Regentage0012610141613500
Bewölkung %282544536963687262503027
Luftfeuchte %221821315066798582704431

Mittelwerte aus zehn Jahren (2015–2024), nicht die Vorhersage. Quellen: NOAA (Stationsmessungen) · NASA POWER

Vor dem Abflug Was Wochen vorher erledigt sein will

Was brauche ich zur Einreise?

Reisepass nötig · Visum vorab erforderlich

ReisepassPersonalausweisKinderreisepassVorläufiger ReisepassVorläufiger Personalausweis

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Mali ein Visum, das bei einer malischen Auslandsvertretung in Deutschland beantragt werden muss.

Amtliche AntragsseiteVisumportal des malischen Außenministeriums — diplomatiemdc.gouv.ml, keine andere Adresse.

Vorsicht beim AntragDen Antrag stellt man auf dem amtlichen Portal des malischen Außenministeriums. Die Botschaft Malis in Berlin nennt genau diese Adresse als neues offizielles Verfahren; kommerzielle Vermittlerseiten sind nicht die amtliche Stelle.

GeschäftlichEin eigenes Geschäftsvisum gibt es nicht. Geschäftsreisende beantragen vor der Abreise dasselbe Visum wie alle anderen; wer regelmäßig mit Behörden, Kammern oder Kommunen zu tun hat, kann nach malischer Regelung ein Visum für mehrfache Einreisen bekommen.

GültigkeitReisedokumente müssen zum Zeitpunkt der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein.

Auswärtiges Amt

Passt mein Stecker?

Typ C
Typ E

Aus Deutschland und ÖsterreichKein Adapter nötig

Aus der SchweizNur flache Stecker

Spannung220 V, wie zu Hause

Steckertypen aus Wikidata

Welche Impfungen braucht man?

Pflichtimpfung nötig

VorgeschriebenGelbfieber-Nachweis für alle ab neun Monaten bei der Einreise

EmpfohlenHepatitis A · Kinderlähmung (Polio) — Auffrischung, wenn die letzte Impfung über zehn Jahre her ist · nach ärztlicher Beratung: Hepatitis B, Typhus, Tollwut, Meningokokken ACWY, Dengue, Chikungunya

Die übliche Empfehlung, keine ärztliche. Was für Sie gilt, klärt eine reisemedizinische Beratung.

Was gehört ins Gepäck?

  • Mückenschutz für Tag und Nacht und ein MoskitonetzMalaria hat in der südlichen Landeshälfte ganzjährig ein hohes Risiko, dazu kommen Dengue-, Chikungunya- und Zikafieber. Die Malaria-Mücken stechen nachts; außerhalb klimatisierter Hotels gehört ein Netz über das Bett.
  • Gelbfieber-ImpfausweisDer Nachweis ist für alle ab neun Monaten Voraussetzung für die Einreise. Die französischen Behörden verlangen ihn schon bei der Beantragung des Visums.
  • Malaria-Tabletten nach ärztlicher BeratungIn Gebieten mit hohem Risiko ist eine vorbeugende Einnahme sinnvoll. Wer mehr als 48 Stunden von der nächsten Klinik entfernt unterwegs ist, nimmt zusätzlich ein Notfallmedikament mit.
5 weitere
  • Auslandskrankenversicherung mit RücktransportBehandlungen werden in Mali vorab in bar bezahlt, deutsche Versicherungskarten gelten nicht. Das Auswärtige Amt rät ausdrücklich zu einer Versicherung, die einen Rettungsflug abdeckt.
  • Bargeld in Euro-ScheinenGetauscht wird in Banken und Wechselstuben; Karten nehmen fast nur Banken und große Hotels. Außerhalb Bamakos gibt es kaum Geldautomaten.
  • Sonnenschutz und KopfbedeckungDie Sonneneinstrahlung reicht für kurz- und langfristige Haut- und Augenschäden. In der heißen Trockenzeit von März bis Juni werden 45 Grad erreicht.
  • Kleidung, die Schultern und Knie bedecktDie Bevölkerung ist überwiegend muslimisch und praktiziert ihren Glauben; die kanadische Regierung rät zu zurückhaltender Kleidung. Von kurzen Hosen wird Männern wie Frauen abgeraten.
  • Ausweiskopien, getrennt vom OriginalMan muss ständig ein Ausweispapier bei sich haben, und für Fahrten im Land empfiehlt das US-Handelsministerium eine Passkopie. Kopien von Passseite und Visum bewahrt man getrennt vom Pass auf.

Die ersten Stunden Geld, Netz, Fortbewegung

Wie bezahlt man?

Bargeld · Karte

Vor Fahrten in abgelegene Gegenden genug Bargeld abheben. Außerhalb Bamakos gibt es kaum Geldautomaten, und Karten werden dort so gut wie nirgends genommen.

1 €656 XOF

1.000 XOF1,52 €

Fester Kurs — die Währung ist an den Euro gebunden

Als ReisenderMit Karte zahlt man fast nur in Banken, großen Hotels und wenigen festen Geschäften. Märkte, Taxis, kleine Läden und Straßenküchen nehmen ausschließlich Bargeld.

Abheben und Handeln

Geld abhebenGeldautomaten stehen vor allem in Bamako; die Ecobank-Automaten nehmen dort Visa und Mastercard.

Außerhalb der Hauptstadt gibt es kaum welche, und auch in Bamako klappt die Auszahlung zeitweise nicht.

HandelnAuf Märkten und bei Taxis, sonst feste Preise

Vorher besorgenEuro in bar tauscht man in Banken und Wechselstuben, auch am Flughafen von Bamako.

Wechseln auf der Straße ist verbreitet; die US-Botschaft rät davon ab, weil dabei Überfälle vorkommen.

Handy, Netz und Apps: Was braucht man?

Praktisch

HeetchEin Taxi in Bamako über die App rufen, statt am Straßenrand über den Preis zu verhandeln.Organic MapsTaxifahrer in Bamako erwarten oft, dass man den Weg ansagt. Die Karten dieser App laufen ohne Netz, sodass man die Richtung selbst zeigen kann.Google ÜbersetzerFranzösisch vorher herunterladen. Dann übersetzt die App auch ohne Netz, und das braucht man: Behörden und Pflegekräfte sprechen meist kein Englisch.

Eine Prepaid-Karte gibt es nur im Laden des Anbieters und nur gegen Ausweis. Orange verlangt ein Papier mit der malischen Personennummer („NINA“) und gibt höchstens drei Karten je Kunde aus.

Mobilfunknetzin Städten gut

Wie kommt man herum?

Bus und Bahn: deutlich billiger als in Deutschland

Amtliche Taxis in Bamako haben rote Nummernschilder. Ein Wagen mit weißem Schild ist keines, auch wenn oben ein Taxischild steht; den Preis vereinbart man vor dem Einsteigen.

Fahrpreisedeutlich billiger als in Deutschland

Bezahlen unterwegsFür Taxis und die Sammelkleinbusse („Sotrama“) braucht man Bargeld. Den Fahrpreis handelt man vor dem Einsteigen aus; bar zahlt man im Land ohnehin fast alles.

FührerscheinDer internationale Führerschein ist empfehlenswert und nur in Verbindung mit dem nationalen deutschen Führerschein gültig.

Roller und MotorradAuf Motorrad und Dreirad gilt Helmpflicht, für Fahrer und Mitfahrer. Sie steht seit 1999 im Straßenverkehrsdekret und wird seit Anfang 2023 kontrolliert. Ohne Helm drohen ein Bußgeld und die Beschlagnahme des Fahrzeugs, bis man einen Helm nachweist.

In der PraxisEin Auto mietet man in Mali fast immer samt Fahrer. Geschäftsreisende nehmen meist einen Geländewagen mit Fahrer. Wer selbst fährt, muss wissen: Die Haftpflicht ist vorgeschrieben, die meisten Fahrzeuge vor Ort sind aber nicht oder schlecht versichert.

Was fährt

Taxis (Preise vorher aushandeln) und Kleinbusse stehen in größeren Städten zur Verfügung.

Wikivoyage · CC BY-SA · Auswärtiges Amt

Vor Ort Verhalten, Gespräch, Essen, Gesundheit

Welche Sprache spricht man?

Bambara, Französisch als Arbeitssprache

EnglischWenig verbreitet

Mit Englisch kommt man kaum durch. Behörden und Pflegekräfte sprechen meist kein Englisch — für den Notfall gehört eine Übersetzungs-App aufs Handy, mit vorher heruntergeladenem Französisch.

8 Wörter, die weiterhelfen
Guten Morgen I ni sogoma
Guten Abend I ni su
Antwort auf einen Gruß, von Männern gesprochen Nba
Antwort auf einen Gruß, von Frauen gesprochen Nse
Geht es Ihnen gut? I ka kene?
Es gibt keine Probleme (die übliche Antwort) Tooro si te
Geht es der Familie gut? Somogow ka kene?
Auf Wiedersehen K'an ben

Wer unsicher ist, zeigt das Wort — am Taxifenster oder am Schalter.

Worauf muss man achten?

  • Erst ausgiebig grüßen, dann zur SacheZur Begrüßung fragt man nach Familie, Kindern, Arbeit und Gesundheit. Wer gleich sein Anliegen vorträgt, wirkt geringschätzig — auch beim Obstverkäufer.
  • Auf die Frage nach dem Befinden antwortet man „Ça va“Das heißt „Es geht“. Eine verneinende Antwort ist in dieser Begrüßungsrunde nicht vorgesehen, auch wenn gerade nichts gut läuft.
  • Jüngere grüßen zuerstVon jüngeren Menschen wird erwartet, dass sie den Gruß beginnen; das gilt als Zeichen des Respekts vor den Älteren.

Für LGBTIQ-ReisendeHomosexuelle Handlungen sind nach malischem Recht ausdrücklich mit Geld- oder Haftstrafen belegt und sollten daher in der Öffentlichkeit unbedingt vermieden werden. Die Toleranz gegenüber LGBTIQ ist im Land traditionell gering ausgeprägt.

5 weitere Regeln
  • Ein paar Worte Bambara lernen„I ni sogoma“ heißt „Guten Morgen“. Männer antworten auf einen Gruß mit „Nba“, Frauen mit „Nse“; wer es versucht, erntet sichtbare Freude.
  • Vor jedem Foto fragenDas gilt für Menschen und für Orte. Militär, Polizei, Brücken, Staudämme, Flughäfen und Regierungsgebäude sind ganz tabu.
  • An Kontrollposten langsam heranfahren und anhaltenDen Kofferraum lässt man öffnen; nachts blendet man die Scheinwerfer ab und schaltet das Innenlicht ein. Ins Wageninnere darf niemand einsteigen, das verbietet die malische Regelung.
  • Im Zweifel den Dienstausweis zeigen lassenBei einer Kontrolle darf man den Dienstausweis verlangen und prüfen, ob das Foto zur Person passt. Man kann anbieten, die Kontrolle auf der nächsten Polizeiwache zu machen.
  • Nachts nicht über Land fahrenStraßenbeleuchtung fehlt, Fahrzeuge und Vieh sind unbeleuchtet unterwegs, Verkehrszeichen fehlen. Auch in Bamako meidet man Fahrten in der Dunkelheit.

Auswärtiges Amt

Was ist verboten?

  • Militär, Polizei, Brücken, Staudämme oder Flughäfen fotografierenVerboten sind militärische Anlagen und Personal, Staudämme, Flughäfen, Brücken, Kraftwerke, Polizeistationen, Grenzübergänge und Sicherheitskräfte. Menschen und Orte fotografiert man nur, wenn man vorher gefragt hat.
  • Ohne Ausweis unterwegs seinEs besteht die Pflicht, ständig Ausweispapiere mitzuführen. Bei nächtlichen Straßenkontrollen muss man ohne amtlichen Lichtbildausweis mit einer Verhaftung rechnen; ein Führerschein allein reicht nicht.
  • Masken, alte Türen oder Fundstücke ohne Papiere ausführenFür Kulturgüter braucht man eine Genehmigung des Ministeriums für Kunst und Kultur. Man legt das Stück dem Direktor des Nationalmuseums in Bamako vor; er begutachtet es und stellt die Genehmigung aus, ein Verzeichnis auf Briefpapier des Museums.

Verbindlich ist allein die Auskunft der zuständigen Vertretung.

4 weitere
  • Eine Drohne mitbringen und einfach fliegen lassenSeit Januar 2026 regelt ein Regierungsdekret zivile Drohnen und ihr Zubehör im ganzen Land, samt verbotener und beschränkter Zonen. Zuständig ist die malische Zivilluftfahrtbehörde (ANAC); wer fliegen will, klärt es vorher mit ihr.
  • Funkgeräte oder Waffen ohne Genehmigung einführenFür Funkgeräte auf Kurz-, Ultrakurz- und Dezimeterwelle sowie für Waffen und Munition verlangt der malische Zoll eine Genehmigung des Verteidigungsministeriums. Ohne diese Papiere bleibt das Gerät an der Grenze.
  • Arzneimittel ohne Genehmigung oder abgelaufen einführenArzneimittel für Menschen sind nach malischem Zollrecht nur mit Genehmigung des Gesundheitsministeriums einführbar, abgelaufene Medikamente gar nicht. Für die eigene Reiseapotheke rät das Auswärtige Amt zu einer ärztlichen Bescheinigung auf Englisch.
  • Jagdtrophäen, Pflanzen oder Rohholz mitnehmenRohholz, Bambus und Holzkohle dürfen gar nicht ausgeführt werden. Für Jagdprodukte verlangt der Zoll einen Jagdschein oder eine Artenschutzbescheinigung (CITES), für Pflanzen ein Pflanzengesundheitszeugnis.

Wo darf man rauchen?

In öffentlichen Räumen verboten

Rauchen ist in geschlossenen öffentlichen Räumen, an Arbeitsplätzen und in öffentlichen Verkehrsmitteln verboten. Ausgewiesene Raucherbereiche sind bisher nur für Flughäfen eingerichtet worden, sonst nirgends.

Worüber spricht man?

Gute Themen

  • Die Familie und wie es ihr geht
  • Malische Musik und Trommeln wie die Djembé
Besser nicht
  • Frankreich: Die Kolonialzeit und Frankreichs Rolle danach sind empfindliche Themen
  • Russland: Die Rolle Russlands nach dem Abzug der französischen Truppen ist aufgeladen
Gesten, Humor, Abstand

HumorZwischen bestimmten Familiennamen gilt das „Sanankuya“ (Scherzverwandtschaft).

Wer sich vorstellt, wird vom Gegenüber vielleicht sofort geneckt; das ist ein Friedensangebot, keine Beleidigung — schon die Nennung der beiden Namen entspannt heikle Lagen.

Wie isst und trinkt man?

  • Salate und ungeschältes Obst stehen lassenAuch in guten Restaurants. Rohes und Ungeschältes ist die häufigste Ursache für Durchfall; die Regel heißt: kochen, schälen oder stehen lassen.
  • Kleine Steinchen im Essen sind normalVor allem im Couscous und in den Hirsegerichten. Das heißt nicht, dass etwas nicht stimmt — gekocht wurde lange und gründlich.

LeitungswasserLeitungswasser nicht trinken, auch keine Eiswürfel.

Abgefülltes Wasser gibt es überall; die Trinkwasserbeutel in Bamako tragen einen Markennamen — unbedruckte Beutel von Straßenhändlern enthalten Leitungswasser.

Alkohol, vegetarisch, weitere Regeln
  • „Tô“ ist der Alltagsbrei aus Hirse oder MaisEin fester Brei, den man mit Sauce isst, auf dem Land häufiger als in den Lokalen der Städte. In der Stadt ist Reis mit Sauce das übliche Gericht.
  • „Dabileni“ ist der rote HibiskussaftEr wird beim Zubereiten gekocht und ist deshalb auch für Reisende unbedenklich — anders als die anderen selbst gemachten Getränke aus dem Plastikbeutel.

AlkoholMali ist ein weltlicher Staat mit überwiegend muslimischer Bevölkerung.

Bier gibt es in Bamako und größeren Orten, seltener als Wasser; im Fastenmonat Ramadan isst, trinkt und raucht man tagsüber nicht in der Öffentlichkeit.

VegetarischReis mit Sauce ist das Alltagsgericht, und Fisch oder Fleisch gehören fast immer dazu.

In Bamako gibt es libanesische, chinesische, vietnamesische und italienische Lokale, dort wird man am ehesten fündig.

Was ist gesundheitlich zu beachten?

  • Malaria, ganzjährig hohes Risikoin der ganzen südlichen Landeshälfte samt Bamako, Mopti und Timbuktu; über 99 Prozent der Fälle sind die gefährliche Malaria tropica
  • Malaria, hohes Risiko von Juli bis Januarim Gürtel zwischen der Sahara und den tropischen Gebieten, einschließlich Teilen der Region Kidal; von Februar bis Juni ist das Risiko dort mittel
  • Bilharziose, eine Wurmerkrankung aus Süßwasserim ganzen Land, schon bei geringem Kontakt und auch in fließenden Gewässern — nicht in Flüssen, Seen oder Wasserlöchern baden

Medikamente einführenMittel in der Originalpackung mitnehmen, dazu ein Rezept mit den Wirkstoffnamen. Arzneimittel für Menschen stehen auf der malischen Zollliste als genehmigungspflichtige Einfuhr; das Auswärtige Amt rät zu einer ärztlichen Bescheinigung auf Englisch.

Versorgung und Apotheke

Malaria ist ein schwerwiegendes Problem: Mali liegt genau in einer Malariazone. Wichtig ist daher die übliche Malariaprophylaxe.

  • Meningokokken und Lassafieberlandesweit, mit den höchsten Fallzahlen in der Trockenzeit von Dezember bis April; Lassafieber überträgt sich über Nagetiere und deren Ausscheidungen
  • Tollwut durch Hunde, Affen und Flughundelandesweit; die Tiere leben nah bei den Menschen, Impfstoff ist im Land nur begrenzt und Immunglobulin gar nicht zu bekommen
  • Kinderlähmung vom Typ cVDPV2im Land nachgewiesen — auf vollständigen Impfschutz achten, bei Aufenthalten über vier Wochen nach den Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation impfen
  • Belastete Luftin den großen Städten dauerhaft durch Müllverbrennung, dazu Harmattan-Staub im ersten Jahresquartal
  • Starke Sonne und Hitzelandesweit; in der heißen Trockenzeit von März bis Juni werden 45 Grad erreicht, die Einstrahlung schädigt Haut und Augen

Medizinische VersorgungDie Versorgung ist nicht mit Deutschland vergleichbar.

Außerhalb der großen Städte fehlt vielerorts Fachpersonal. Behandelt wird gegen Vorkasse, deutsche Versicherungskarten gelten nicht; planbare Eingriffe gehören nach Europa.

KrankenversicherungDie gesetzliche Krankenkasse zahlt hier nichts — ohne Auslandskrankenversicherung trägt man jede Behandlung selbst.

ApothekenIn Bamako sind Apotheken leicht zu finden und führen die wichtigen Standardmedikamente.

Gefälschte Präparate mit unsicherem Inhalt kommen vor; auf der Straße kauft man keine Medikamente.

Wikivoyage · CC BY-SA

Wie ist es mit Kindern?

Für Kinder vor der Reise reisemedizinisch beraten lassen. In der südlichen Landeshälfte besteht ganzjährig ein hohes Malariarisiko. Tollwut spielt eine besondere Rolle, weil Hunde und Affen nah bei den Menschen leben; Impfstoff gibt es im Land nur begrenzt.

Wann ist geschlossen?

Die nächsten zwölf Monate14 Termine, an denen vieles ruht

  • Unabhängigkeitstag22. Sept.
  • Weihnachten25. Dez.
  • Neujahr01. Jan.
  • Armed Forces Day20. Jan.
  • Leylatoul Qadr (Roughly Date)05. März

Die gesetzlichen Feiertage der nächsten zwölf Monate, auf den Tag genau. Regional kann mehr geschlossen sein, als hier steht.

9 weitere
  • Korité (Roughly Date)09. März
  • Martyrs' Day25. März
  • Ostermontag29. März
  • Workers' Day01. Mai
  • Tabaski (Roughly Date)16. Mai
  • Africa Day25. Mai
  • Ashura (Roughly Date)14. Juni
  • Mawloud (Roughly Date)14. Aug.
  • Baptism of the Prophet (Roughly Date)21. Aug.

date.nager.at

Geschäftlich Nur für Geschäftsreisen

Wie tickt das Geschäftsleben?

Beziehung vor Vertrag

Ohne örtliche Kontakte kommt man nicht weit: Das US-Handelsministerium rät ausländischen Firmen ausdrücklich, sich vor Ort Ansprechpartner aufzubauen. Behördenwege gelten als langwierig, und die Rechtsanwendung als unstetig.

So klingt ein NeinEin „Ça va“ („Es geht“) ist keine Auskunft über die Lage, sondern Teil der Begrüßung. Eine verneinende Antwort ist dort nicht vorgesehen — wer gleich mit dem Problem beginnt, bricht die Form.

HierarchieÄlteren und Ranghöheren gebührt sichtbarer Respekt: Der Jüngere grüßt zuerst.

Wer die Reihenfolge der Begrüßung übergeht, macht einen schlechten Anfang.

KommunikationIndirekt Ablehnung kommt als Zögern oder Ausweichen — ein „schwierig" ist ein Nein.

Rahmen und Verhandlung

ArbeitswocheMo–Do 7.30–12.30 und 13.30–16 Uhr, Fr 7.30–12.30 und 14.30–17.30 Uhr

PünktlichkeitTermine beginnen mit einer langen Begrüßung.

Erst wird nach Familie und Gesundheit gefragt, dann kommt die Sache; dafür plant man Zeit ein. Fällt ein Feiertag auf einen Sonntag, ist der Montag darauf arbeitsfrei.

KleidungWestlicher Anzug oder ein gepflegtes malisches Gewand sind beide richtig.

Kurze Hosen sind für Männer wie Frauen keine Option, auch außerhalb des Termins.

Wie spricht man sich an?

Gesprochen wird Französisch — Englisch beherrschen die wenigsten Gesprächspartner. Auf Protokoll und Höflichkeit wird großer Wert gelegt, deshalb steht vor jeder Anrede ein ausführlicher Gruß.

BegrüßungMan gibt die Hand und nimmt sich Zeit.

Vor dem Thema wird nach Gesundheit und Familie gefragt; dieser Austausch von Höflichkeiten ist Teil des Termins, keine Verzögerung.

VisitenkarteVisitenkarten werden im Termin regelmäßig getauscht.

Was zählt beim Geschäftsessen?

Im Fastenmonat Ramadan lädt man tagsüber nicht zum Essen ein. Hotels und Restaurants, die tagsüber servieren, trennen ihre Gäste dann mitunter mit Stellwänden ab; Termine am späten Nachmittag treffen auf müde Gesprächspartner.

Was schenkt man?

Es wird keines erwartet

Privat eingeladenWird nicht erwartet

Zum Essen etwas mitzubringen gilt als unhöflich; nur wer im Haus übernachtet, bringt etwas mit.

Geschenke und das Teilen von Mitteln gehören zu den Grundregeln des malischen Zusammenlebens. Wer dazugehören will, lernt mit der Zeit, wann und wem man etwas gibt.

Womit tritt man ins Fettnäpfchen?

  • Auf eine Zahlung „zur Beschleunigung“ eingehenViele ausländische Investoren berichten, dass Geschäfte ohne Bestechung schwer und langwierig sind. Das US-Handelsministerium rät, sich vorher zurechtzulegen, wie man solche Anfragen abwehrt — deutsches Recht verbietet sie.
  • Einen Geschäftsstreit vor der Abreise offen lassenWer in einen geschäftlichen oder zivilrechtlichen Streit verwickelt ist, kann von den malischen Behörden festgehalten, angeklagt oder an der Ausreise gehindert werden, bis die Sache geklärt ist.
  • Ohne Französisch oder Dolmetscher zum Termin kommenFranzösisch ist die Sprache von Verwaltung und Geschäft; die wenigsten Gesprächspartner sprechen Englisch. Dolmetscher und Übersetzungsdienste gibt es vor Ort.

Wenn etwas passiert Notruf, Vorwahl und deutsche Vertretung

Angaben ohne Gewähr und ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Verbindlich sind allein die Hinweise des Auswärtigen Amts und die Auskunft der zuständigen Vertretung.