Botsuana Briefing

Sortiert nach dem Ablauf einer Reise: was vorher zu klären ist, was bei der Ankunft zählt, und was vor Ort anders läuft als zu Hause.

Geschäftlich sortiert um und blendet nichts aus.

Lohnt sich die Reise? Sicherheit, Wetter, Kosten

Wie ist die Sicherheitslage?

Hinweise des Auswärtigen Amts

Stufe 0 von 3Reisewarnung

Reisen uneingeschränkt möglich, keine Hinweise des Auswärtigen Amts.

Botswana hat eine stabile innenpolitische Lage, aber die Kriminalitätsrate ist in jüngster Zeit stark angestiegen. Raubüberfälle auf Fußgänger und Autofahrer, teilweise mit Waffengewalt, kommen vor allem nach Einbruch der Dunkelheit vor. Buschbrände können in Dürreperioden die Infrastruktur beeinträchtigen.

StandDas Amt hat die Seite am 04. September 2026 zuletzt geändert

Auswärtiges Amt · Auf der Karte ansehen Ausführliche Lage

Wie ist das Wetter?

Am wärmsten ist es im Oktober mit im Mittel 36 °C, am kühlsten im Juni mit 26 °C. Regen fällt das ganze Jahr über selten.

Gemessen an der Wetterstation Maun.

Alle Zahlen für Maun
Klima-Normalwerte für Maun, Mittel aus zehn Jahren (2015 bis 2024), gemessen an der Wetterstation MAUN
MonatJanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Tag °C323231302926263034363534
Nacht °C2120191612981216202121
Regentage432100000023
Bewölkung %685952311313131014335768
Luftfeuchte %575856493637342622233446

Mittelwerte aus zehn Jahren (2015–2024), nicht die Vorhersage. Quellen: NOAA (Stationsmessungen) · NASA POWER

Vor dem Abflug Was Wochen vorher erledigt sein will

Was brauche ich zur Einreise?

Reisepass nötig · Visumfrei bis 90 Tage

ReisepassPersonalausweisKinderreisepassVorläufiger Reisepass · aber nur mit gültigem Visum, s.u.Vorläufiger Personalausweis

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise mit dem regulären Reisepass kein Visum. Eine Einreiseerlaubnis für touristische Zwecke wird bei Einreise gebührenfrei an den Grenzstationen erteilt.

GeschäftlichDie visumfreie Einreise deckt Geschäftstermine ab, nicht aber die Arbeitsaufnahme — dafür braucht es eine Arbeitserlaubnis. Für sechs Führungsfunktionen kann eine Firma eine Befreiung für drei bis fünf Jahre beantragen; die Investitionsbehörde BITC unterstützt dabei.

GültigkeitReisedokumente müssen bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein und sollten noch mindestens vier freie Seiten haben.

Auswärtiges Amt

Passt mein Stecker?

Adapter nötig

Typ D
Typ G
Typ M

Spannung230 V, wie zu Hause

Steckertypen aus Wikidata

Welche Impfungen braucht man?

Pflicht nur je nach Anreiseweg

VorgeschriebenGelbfieber ab einem Jahr bei Einreise aus oder Transit in einem Gelbfiebergebiet, außer aus Südafrika, Sambia, Simbabwe

EmpfohlenHepatitis A · Hepatitis B nach ärztlichem Rat · Tollwut nach ärztlichem Rat · Typhus bei einfachem Reisestil

Die übliche Empfehlung, keine ärztliche. Was für Sie gilt, klärt eine reisemedizinische Beratung.

Was gehört ins Gepäck?

  • Steckdosenadapter Typ D/G/MDer deutsche Stecker passt hier nicht.
  • Ein FernglasFür Tier- und Vogelbeobachtung ist ein Fernglas unentbehrlich; empfohlen sind 7x30, 8x35 oder 10x40. Die erste Zahl ist die Vergrößerung, die zweite der Durchmesser der Frontlinse.
  • Warme Jacke und Pullover für Mai bis AugustIn diesen Monaten fällt die Temperatur nachts unter null Grad, und die Pirschfahrten beginnen im Dunkeln. Tagsüber wird es wieder warm — also Zwiebellook.
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  • Kleidung in gedeckten FarbenFür Safari und Tierbeobachtung sind neutrale Töne ratsam, die zu Busch und Wald passen. Schwarze und synthetische Kleidung lässt einen zusätzlich schwitzen.
  • Breitkrempiger Hut, Sonnencreme, polarisierte SonnenbrilleEin breitkrempiger Hut schützt besser als eine Schirmmütze — die Tourismusbehörde zieht ihn ausdrücklich vor. Dazu geschlossene, bequeme Schuhe zu jeder Jahreszeit.
  • Kanister für Wasser und TreibstoffFür Selbstfahrer sind mindestens 20 Liter Wasser je Person angesetzt, in der Wüste 50 bis 100, dazu rund 100 Liter Treibstoff in Zusatztank oder Kanistern und mindestens ein Reserverad.
  • Ein altes Paar Schuhe für die DesinfektionswanneBei der Einreise auf dem Landweg watet man durch eine Wanne mit Desinfektionsmittel; auch das zweite Paar im Gepäck wird behandelt. Mit billigem Schuhwerk erspart man sich den Ärger.
  • Eine englische ärztliche Bescheinigung für Ihre MedikamenteDas Auswärtige Amt rät, sich die Notwendigkeit der eigenen Medikamente vor der Reise ärztlich auf Englisch bescheinigen zu lassen. Beim Zoll ersetzt dieses Papier die lange Erklärung.
  • Mückenschutzmittel und BettnetzIn den Malariagebieten des Nordens ist Schutz tags wie nachts nötig — Mittel, lange Kleidung, Netz über dem Bett. Tsetsefliegen und Zecken kommen dazu.

Die ersten Stunden Geld, Netz, Fortbewegung

Wie bezahlt man?

Karte · Bargeld

In Läden abseits der Städte und an manchen Tankstellen zählt nur Bargeld, ebenso an Kulturstätten und in den Kunsthandwerksläden der Dörfer. Einzelne Tankstellen und Supermärkte nehmen südafrikanische Rand, manche Hotels US-Dollar.

1 €15,9 BWP

10 BWP0,63 €

Tageskurs, gerundet · open.er-api.com

Trinkgeld5–10 %

Niemand ist zu Trinkgeld verpflichtet, das stellt die Tourismusbehörde klar. In Camps und Lodges steht meist eine Trinkgeldkasse fürs Personal. Führer, Fährtenleser und wer den Einbaum („Mokoro“) stakt, bekommen ihren Teil direkt, einmal am Ende des Aufenthalts.

Als ReisenderGeldautomaten nehmen ausländische Visa-Karten, stehen aber vor allem in den größeren Städten. Beim Abheben mit ausländischer Karte können zusätzliche Gebühren anfallen. American Express, Discover und Diners Club werden laut US-Handelsministerium seltener genommen.

Abheben und Handeln

Geld abhebenBankautomaten stehen in fast allen größeren Städten und nehmen Visa, Maestro und Mastercard.

Je Karte und Tag gibt der Automat nur eine begrenzte Summe aus, zum Monatsende sind sie oft leer. Vor dem Einstecken prüfen, ob am Kartenschlitz ein fremdes Teil aufgesetzt ist.

HandelnAuf Märkten und bei Taxis, sonst feste Preise

Vorher besorgenEtwas Bargeld in Euro oder US-Dollar gehört ins Gepäck.

Euro, US-Dollar, Pfund und südafrikanischer Rand lassen sich in Banken, Wechselstuben und zugelassenen Hotels am leichtesten in Pula tauschen.

Handy, Netz und Apps: Was braucht man?

Praktisch

inDriveEin Taxi bestellen und den Preis vorher aushandeln — in Gaborone verlässlicher als ein Taxi von der Straße, das kein Taxameter hat.YangoEin Taxi bestellen. Die App hat einen Notrufknopf, und man kann die Fahrtstrecke mit Bekannten teilen.

Jede SIM-Karte muss beim Anbieter auf eine Person registriert werden — dafür braucht es den Reisepass. In Malls und an Flughäfen gibt es freie Hotspots; in sehr ländlichen Gegenden fällt das Netz auf das langsame 3G oder 2G zurück.

Mobilfunknetzin Städten gut

Wie kommt man herum?

Bus und Bahn: billiger als in Deutschland

Auf Asphalt gilt 120 km/h, in Orten 60, in den Nationalparks 40. Nachts steigt das Unfallrisiko stark: unbeleuchtete und liegengebliebene Fahrzeuge, dazu Rinder, Esel und Wild auf der Fahrbahn. In abgelegenen Gebieten gibt es nur wenige Tankstellen.

Fahrpreisebilliger als in Deutschland

LinksverkehrBeim Überqueren zuerst nach rechts schauen.

Bezahlen unterwegsFür Treibstoff abseits der Städte und für Kunsthandwerk aus den Dörfern braucht es Bargeld. Bei längeren Taxifahrten handelt man den Preis vor dem Einsteigen aus; Stadttaxis haben kein Taxameter.

FührerscheinEs ist entweder der internationale Führerschein in Verbindung mit dem nationalen deutschen Führerschein, oder zumindest einer amtlichen Übersetzung des deutschen Führerscheins in englischer Sprache erforderlich.

In der PraxisMietwagenfirmen stellen oft strengere Bedingungen als das Gesetz: ein Jahr Fahrpraxis, ein höheres Mindestalter und den internationalen Führerschein. Am Steuer gilt eine Grenze von 0,5 Promille, für Inhaber einer Berufsfahrerlaubnis im Personenverkehr 0,25.

Was fährt

Lokale Flughäfen gibt es in Francistown, Ghanzi, Jwaneng, Kasane, Maun, Pont Drift und Selebi-Phikwe.

Wikivoyage · CC BY-SA · Auswärtiges Amt

Vor Ort Verhalten, Gespräch, Essen, Gesundheit

Welche Sprache spricht man?

Englisch (Amtssprache) und Setswana

EnglischWeit verbreitet

Englisch ist die Sprache von Verwaltung, Gesetz und Geschäft, Setswana die des Alltags. In abgelegenen Dörfern verstehen ältere Menschen oft etwas Englisch, sprechen es aber kaum.

8 Wörter, die weiterhelfen
Guten Tag (zu einem Mann) Dumela rra
Guten Tag (zu einer Frau) Dumela mma
Wie geht es Ihnen? O tsogile jang?
Danke kä a leboga Ke a leboga
Bitte Ka tsweetswee
Nein njaa Nnyaa
Auf Wiedersehen — sagt, wer geht Tsamaya sentle
Auf Wiedersehen — sagt, wer bleibt Sala sentle

Die Lautschrift spricht man, die Landesschrift zeigt man — am Taxifenster oder am Schalter.

Worauf muss man achten?

  • Erst grüßen, dann fragenÜberall, auch am Schalter und im Laden: „Dumela rra“ zu einem Mann, „Dumela mma“ zu einer Frau — beides heißt „Guten Tag“. Danach fragt man nach dem Befinden: „O tsogile jang?“ Erst dann kommt das Anliegen.
  • Männer nehmen vor Älteren die Mütze abBeim Gruß an ältere Menschen nehmen Männer Hut oder Mütze ab. „Dumela“ passt zu jeder Tageszeit, morgens wie abends.
  • Vor dem Fotografieren fragenImmer, bevor man Menschen aufnimmt. Manche Gemeinschaften, etwa die San, lehnen Fotos aus spirituellen Gründen ab.

Für LGBTIQ-ReisendeHomosexuelle Handlungen werden in Botswana nicht mehr strafrechtlich geahndet. Ende April 2026 trat mit der Anpassung der Section 164 (a) und (c) die Aufhebung der Strafbarkeit homosexueller Handlungen in Kraft.

Allein reisende FrauenDas britische Außenministerium verzeichnet eine hohe Zahl sexueller Übergriffe. Ausländische Besucherinnen seien selten das Ziel. Frauen sollten beim Zufußgehen vorsichtig sein und nachts nicht allein unterwegs sein.

5 weitere Regeln
  • Etwas zur Identifizierung mitführenUnterwegs immer; eine Kopie der Passseite mit Lichtbild genügt in der Regel, solange sich das Original bei Bedarf vorzeigen lässt.
  • Ruhig bleiben statt laut werdenIn der Öffentlichkeit: Direkte Konfrontation und lautes Schimpfen gelten als unhöflich, Gelassenheit und Geduld bringen weiter.
  • Schultern und Knie bedeckt haltenIn Städten, bei offiziellen Anlässen und in ländlichen Gemeinschaften; Badekleidung bleibt am Pool. Zur Dorfversammlung („Kgotla“) tragen Frauen einen Rock, der über das Knie reicht.
  • Nicht in Flüssen, Seen und Lagunen badenÜberall im Land: Krokodile und Flusspferde, dazu Bilharziose. Im Okavango gilt das auch für die Kanäle, aus denen die Mokoro-Fahrten starten.
  • Im Park im Fahrzeug bleibenBei jeder Pirschfahrt: nicht aussteigen, wenn kein Führer es sagt, keine unnötige Bewegung, kein Lärm, dem Tier nie den Fluchtweg abschneiden. Dreht ein Elefant sich frontal zu und stellt die Ohren auf, zügig weiterfahren.

Auswärtiges Amt

Was ist verboten?

  • Eine Drohne mitbringen und fliegenFliegen darf nur eine Drohne, die bei der Luftfahrtbehörde CAAB eingetragen ist. Eintragen lassen kann sie nur, wer Staatsangehöriger oder rechtmäßiger Einwohner Botsuanas ist oder eine im Land eingetragene Firma führt. Für Reisende gibt es damit keinen Weg.
  • Halbedelsteine ein- oder ausführenDer Zoll führt Achat, Amethyst, Rosenquarz, Turmalin, Jaspis, Tansanit, Granat, Tigerauge, Aquamarin und Malachit als vollständig verboten, in beide Richtungen. Erlaubt ist zertifizierter Diamantschmuck von zugelassenen Händlern.
  • Souvenirs aus Wildtieren mitnehmenWildtiere und ihre Erzeugnisse — Trophäe wie Fleisch — dürfen nur mit Ausfuhrgenehmigung der Wildtierbehörde DWNP über die Grenze. Geschützte Tiere zu kaufen, zu verkaufen, zu töten oder zu fangen ist ohnehin strafbar.

Verbindlich ist allein die Auskunft der zuständigen Vertretung.

7 weitere
  • Frisches Fleisch oder Rohmilch über einen Veterinärzaun bringenDoppelte Zäune teilen das Land in Seuchenzonen. Tiere und tierische Erzeugnisse dürfen die Zonengrenze nur mit einer Bewegungsgenehmigung überqueren; an den Toren werden Fahrzeuge und Reisende desinfiziert. Durch die Kontrolle kommt nur vakuumiertes oder durchgegartes Fleisch.
  • Im Nationalpark abseits der Piste fahrenAuf den angelegten Spuren bleiben ist Vorschrift — Reifenspuren querfeldein bleiben jahrelang sichtbar. Im Park gilt außerdem Tempo 40, zum Schutz der Tiere wie der Insassen.
  • Militärische und staatliche Einrichtungen fotografierenFotos und Videoaufnahmen in der Nähe militärischer und staatlicher Anlagen sind verboten. Menschen fotografiert man nur, nachdem man gefragt hat.
  • Im Nationalpark ohne Genehmigung angelnFischen ist in den Nationalparks nur in ausgewiesenen Bereichen und nur mit amtlicher Genehmigung erlaubt. Die gibt es persönlich bei der Wildtierbehörde in Gaborone, Maun oder Kasane, als Monats- oder Jahreskarte.
  • Ein Boot, ein Mokoro oder ein Wassersportgerät einführenOhne Einfuhrgenehmigung der Wasserbehörde darf kein Boot, kein Mokoro und kein anderes Wasserfahrzeug ins Land. Wer im Okavango-Delta paddeln will, mietet vor Ort oder bucht mit Führer.
  • Eine Feuerwaffe im GepäckWaffen und Munition dürfen nur mit Genehmigung der Waffenstelle der Polizei in Gaborone eingeführt werden; Waffen ohne eingeschlagene Seriennummer sind ganz verboten. Genehmigungen gibt es nur in begrenzter Zahl und mit langem Vorlauf.
  • Medikamente undeklariert einführenFür jedes verschreibungspflichtige Präparat ist das Rezept vorzuzeigen und der Vorrat anzumelden; nicht angemeldet drohen Geldstrafe oder Haft. Für Drogendelikte sieht das Gesetz bis zu 25 Jahre Freiheitsstrafe vor.

Wo darf man rauchen?

Drinnen nur im Raucherbereich

Rauchen ist in geschlossenen Innenräumen von Arbeitsplätzen und an öffentlichen Orten verboten — Büro, Laden, Einkaufszentrum, Kino, Sportstadion, Bar, Restaurant, Wartehalle und öffentliches Fahrzeug eingeschlossen. Nur eigens ausgewiesene Raucherbereiche bleiben erlaubt.

E-ZigarettenE-Zigaretten sind nicht eigens geregelt: Es gibt kein Gesetz zu ihrem Verkauf und keines zu ihrem Gebrauch in Innenräumen, an Arbeitsplätzen oder in öffentlichen Verkehrsmitteln.

BußgeldWer raucht, wo es verboten ist, dem drohen nach dem Rauchergesetz 1.000 Pula Geldstrafe.

Anbieten und Ablehnen

Zigarette anbietenTabak an unter 18-Jährige weiterzugeben ist verboten — auch schenken und anbieten; wer abgibt, muss vorher Ausweis, Führerschein oder Pass sehen.

Worüber spricht man?

Gute Themen

  • Regen — „Pula“ heißt Regen und ist zugleich Staatsmotto, Währung und Segenswunsch
  • Rinderhaltung; der Stierkopf im Wappen steht dafür
  • Okavango-Delta, Chobe, Kalahari
  • Die Unabhängigkeit unter Seretse Khama
Besser nicht
  • Elefanten, Trophäenjagd und Elfenbein — ein offener Streit mit Deutschland
  • Fragen nach HIV — der Anteil der Infizierten gehört zu den höchsten weltweit

Wie isst und trinkt man?

Läden öffnen Mo–Fr 9 bis 18 Uhr, samstags bis 15 und sonntags bis 13 Uhr. An den meisten Tankstellen gibt es rund um die Uhr einen Laden.

  • Seswaa gehört zum Anlass, nicht zur SpeisekarteZu Beerdigungen, Hochzeiten und Staatsfeiertagen: Rind- oder Ziegenfleisch, weich gekocht mit „gerade genug Salz“ und dann gestampft, dazu Pap oder Sorghumbrei.
  • Pap und Sorghum statt KartoffelnAls Beilage zu fast allem. „Bogobe jwa lerotse“ ist Sorghumbrei mit der Lerotse-Melone; die Melone schmeckt roh knackig und gekocht wie Butternusskürbis.

LeitungswasserIn Städten gechlort und trinkbar, abgefülltes Wasser ist für kurze Aufenthalte sicherer.

Außerhalb: weder ins Glas noch an die Zahnbürste noch in den Eiswürfel.

Alkohol, vegetarisch, weitere Regeln
  • Madila, gesäuerte MilchPur oder in den Brei gerührt. Mopane-Raupen, „Samp“ (grob geschroteter Mais) und „Vetkoek“ (frittierte Teigbällchen) gehören ebenso zur Landesküche.
  • Magwenya zum FrühstückFrittierte Teigbällchen, dazu Motogo — ein Brei aus Mais, Hirse oder Sorghum, traditionell mit Milch, Erdnussbutter und Marmelade.

VegetarischDer Alltagsteller kommt mit Fleisch: Rind oder Huhn mit Pap (Maisbrei) oder Reis.

Indische und italienische Restaurants gibt es nur in größeren Städten wie Gaborone.

Was ist gesundheitlich zu beachten?

  • Malaria, davon über 90 Prozent die gefährliche Malaria tropicaganzjährig hoch im nördlichen Ngamiland und Chobe; September bis Mai hoch in der übrigen Nordhälfte samt Okavango-Delta, Moremi, Makgadikgadi, Nxai Pan und Maun
  • Bilharziose, eine Wurmkrankheit aus Süßwasserin Binnengewässern, auch in fließenden; schon geringer Kontakt mit dem Wasser reicht — das Auswärtige Amt rät vom Baden und Schwimmen dort ab
  • Milzbrand durch Kontakt mit erkrankten Huftieren und Kadavernimmer wieder in Wildtierbeständen; tote Tiere nicht anfassen und bei Verdacht sofort ärztliche Hilfe suchen

Medikamente einführenWer verschreibungspflichtige Mittel mitführt, zeigt für jedes Präparat das Rezept vor und meldet sie beim Zoll an. In staatlichen Einrichtungen fehlen landesweit Medikamente; Privatkliniken sind davon weitgehend unberührt.

Versorgung und Apotheke

Tropenkrankheiten: Malaria-Prophylaxe wird empfohlen für die nördlichen Landesteile (Chobe-Nationalpark, Moremi-Nationalpark, Okawangodelta).

  • Zeckenstiche und die afrikanische Schlafkrankheitbeim Zelten und Gehen im Busch; die Tsetsefliege sticht tagsüber
  • Tollwut, vor allem über Hundelandesweit — Impfstoff und Immunglobulin sind im Land nicht oder nur sehr begrenzt zu bekommen
  • Giftschlangenlandesweit, besonders im Busch und an Lagerplätzen; nach einem Biss sofort in ärztliche Betreuung
  • Intensive Sonneneinstrahlungganzjährig, im heißen Frühjahr September und Oktober am stärksten

Medizinische VersorgungLaut Auswärtigem Amt ist die Versorgung nicht mit Deutschland vergleichbar.

In Kasane und Maun ist sie sehr eingeschränkt. Privatkliniken behandeln nur gegen Bezahlung, staatliche Krankenhäuser nehmen Notfälle nur bei voller Versicherung auf.

KrankenversicherungDie gesetzliche Krankenkasse zahlt hier nichts — ohne Auslandskrankenversicherung trägt man jede Behandlung selbst.

ApothekenDie Apotheke heißt vor Ort meist „chemist“.

Wer ein Rezept oder eine ärztliche Bescheinigung vorlegt, bekommt dort auch Nachschub für die eigene Dauermedikation.

Wikivoyage · CC BY-SA

Wie ist es mit Kindern?

Die Camps in den Parks sind nicht eingezäunt. Die Tourismusbehörde verlangt, Kinder nie allein am Platz zu lassen und sie nicht auf dem Boden oder im Freien schlafen zu lassen.

Wann ist geschlossen?

Die nächsten zwölf Monate11 Termine, an denen vieles ruht

  • Unabhängigkeitstag30. Sept.
  • Botswana Day holiday01. Okt.
  • Weihnachten25. Dez.
  • Boxing Day26. Dez.
  • Neujahr01. Jan.

Die gesetzlichen Feiertage der nächsten zwölf Monate, auf den Tag genau. Regional kann mehr geschlossen sein, als hier steht.

6 weitere
  • Karfreitag26. März
  • Ostermontag29. März
  • Tag der Arbeit01. Mai
  • Christi Himmelfahrt06. Mai
  • Sir Seretse Khama Day01. Juli
  • Presidents' Day19. Juli

date.nager.at

Geschäftlich Nur für Geschäftsreisen

Wie tickt das Geschäftsleben?

Beziehung vor Vertrag

Entschieden wird im Konsens, und das dauert Monate, mitunter Jahre. Ein Angebot ohne Person oder Firma im Land wird oft nicht ernst genommen — auch öffentliche Auftraggeber kaufen lieber vor Ort.

So klingt ein NeinEin Nein wird selten ausgesprochen — es zeigt sich daran, dass der Termin ohne Nachricht abgesagt, verschoben oder an jemand anderen weitergereicht wird. Wird das Gespräch dagegen von Telefonaten unterbrochen, ist das kein Zeichen von Desinteresse.

HierarchieDer Respekt vor Älteren ist tief verankert und ordnet auch den Ablauf im Raum.

Förmlichkeit und die Einhaltung des Protokolls gelten als Grundlage einer belastbaren Arbeitsbeziehung.

KommunikationIndirekt Ablehnung kommt als Zögern oder Ausweichen — ein „schwierig" ist ein Nein.

Rahmen und Verhandlung

VerhandelnAbschlüsse brauchen Zeit und Beharrlichkeit.

Der persönliche Termin bleibt der wichtigste Vertriebsweg. Von Mitte Dezember bis Januar, in der Osterwoche und Mitte Juli sind die Büros nur halb besetzt.

ArbeitswocheMo–Fr 7.30–16.30, Mittag 12.45–13.45; Ämter schließen freitags nach dem Mittag

PünktlichkeitTermine bestätigt man 24 Stunden vorher direkt bei der Person.

Auch sorgfältig vereinbarte Treffen fangen mitunter später an, werden ohne Nachricht abgesagt oder an jemand anderen weitergereicht.

KleidungZu Terminen, erst recht bei Behörden, gilt förmliche Kleidung als Zeichen des Respekts.

Schultern bleiben bedeckt, Röcke und Kleider enden nicht weit über dem Knie; zu Abendessen und zur Kgotla gehören Jackett und Krawatte.

Wie spricht man sich an?

„Mr.“ oder „Ms.“ mit dem Nachnamen, auf Setswana „Rra“ und „Mma“. Der Vorname kommt erst nach längerer Zeit und erst, wenn das Gegenüber ihn selbst anbietet. Slang und Fachjargon bleiben draußen.

BegrüßungFester Händedruck, ein Lächeln und der Gruß auf Setswana: „Dumela rra“ oder „Dumela mma“.

Danach fragt man nach dem Befinden — das gehört zum Gruß und nicht zum Small Talk.

Was zählt beim Geschäftsessen?

Pula!

Der Ruf heißt „Pula“, auf Deutsch „Es möge regnen“, und ist Staatsmotto, Segenswunsch und Willkommensgruß in einem. Er steht auf dem Wappen und gibt der Währung den Namen; bei Anlässen ruft ihn einer, und die Runde ruft ihn zurück.

Was schenkt man?

Über Bestechung verhandelt in Botsuana ein eigenes Antikorruptionsgericht, und darauf stehen bis zu zehn Jahre Haft. Im Vergabeverfahren nimmt der Eindruck von Korruption zu. Eine Aufmerksamkeit an einen Amtsträger ist dort kein Höflichkeitsakt, sondern ein Risiko.

Womit tritt man ins Fettnäpfchen?

  • Auf Tempo drängenEntschieden wird im Konsens, und das braucht Monate bis Jahre. Wer den Abschluss in einer Reise erzwingen will, erreicht das Gegenteil.
  • Aus der Ferne anbietenBehörden wie Firmen nehmen ein Angebot oft nicht ernst, wenn keine Person und keine Firma im Land dahintersteht. Ein Partner, ein Büro oder ein regionaler Stützpunkt entscheidet mit.
  • Ein Telefonat im Termin als Geringschätzung lesenAnrufe mitten im Gespräch sind üblich und kein Zeichen von Desinteresse. Wer daraufhin drängt oder die Stimme hebt, verliert — laute Ungeduld gilt in der Öffentlichkeit als grob.

Rechtlich heikelBestechung: eigenes Antikorruptionsgericht, bis zu zehn Jahre Haft · Militärische und staatliche Einrichtungen fotografieren

1 weitere
  • Zu früh den Vornamen benutzenDer Vorname kommt erst, wenn das Gegenüber ihn anbietet. Bis dahin „Mr.“ oder „Ms.“ mit dem Nachnamen — das Gegenteil wirkt nicht locker, sondern respektlos.

Wenn etwas passiert Notruf, Vorwahl und deutsche Vertretung

Angaben ohne Gewähr und ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Verbindlich sind allein die Hinweise des Auswärtigen Amts und die Auskunft der zuständigen Vertretung.